Möbelhandel setzte 2017 um 2,8 Prozent mehr um

Wien (APA) - Nach einer langen Phase der Stagnation ist der heimische Möbelmarkt vergangenes Jahr erstmals wieder um 2,8 Prozent gewachsen. Der Gesamtumsatz des österreichischen Möbelmarktes lag 2017 damit bei rund 5,3 Mrd. Euro. Dabei teilen sich die drei Möbelriesen XXXLutz, Kika/Leiner und Ikea rund zwei Drittel des gesamten Marktes, teilte RegioData Research am Mittwoch mit.

XXXLutz hält laut den Berechnungen von RegioData etwa 29 Prozent, Kika/Leiner rund 20 Prozent und Ikea knapp 16 Prozent Marktanteil.

Am besten performte der schwedische Möbelkonzern Ikea. Bei gleichbleibender Verkaufsfläche konnte dieser seine Umsätze im vergangenen Jahr weiter ausbauen, der Marktanteil von rund 16 Prozent wurde mit lediglich acht Standorten erzielt, wird betont. Die Quadratmeterumsätze seien mehr als dreimal so hoch wie bei den anderen beiden Topplatzierten. Der Schwede konzentriere sich auf den Ausbau des Onlinehandels und Serviceleistungen sowie auf die Umsetzung des geplanten innerstädtischen Standorts Wien Westbahnhof.

Der harte Verdrängungswettbewerb drängt die Big Player laut den Experten von RegioData auch zu neuen Strategien. So wolle die XXXLutz-Gruppe ihren Online-Anteil deutlich steigern. Kika/Leiner werde nach Schließung von vier Standorten und erfolgter Übernahme durch Signa vermutlich einem umfangreichen Sanierungsprozess unterzogen werden und Ikea versuche sich mit kleineren innerstädtischen Betriebstypen.

Das stärkste Wachstum verzeichneten im Vorjahr aber sogenannte Verbund- bzw. Marketingvereinigungen, wie beispielsweise Garant Möbel, MHK Group, WohnUnion oder Europa Möbel. Insgesamt besitzen diese bereits einen Marktanteil von 22 Prozent.

Die heimische Flächenproduktivität stieg 2017 um 2,6 Prozent. Mit 31 Quadratmeter Verkaufsfläche pro 100 Einwohner weist Österreich derzeit die europaweit höchste Verkaufsflächendichte auf. Gekauft wurden vor allem Dekorationsartikel, Gartenmöbel, Beleuchtung und Saisonware. Durchschnittlich gab jeder Österreicher 746 Euro für Möbel und Einrichtungsgegenstände aus. Der Onlineanteil im Möbelhandel liegt bei etwa 10 Prozent. RegioData geht davon aus, dass dieser künftig steigen wird.

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