Modefirma Tom Tailor schreibt nur Mini-Gewinn

Die Modefirma Tom Tailor ist wegen ihres Konzernumbaus und Problemen im neuen Logistiklager knapp an einem Verlust vorbeigeschrammt. Netto blieben 2015 gerade noch 100.000 Euro übrig nach 21,1 Millionen Euro im Jahr zuvor, teilte die Hamburger Firma am Dienstag mit. Bereinigt hätte sich ein Gewinn von 14,3 Millionen Euro ergeben. Der Umsatz legte um 2,5 Prozent auf 955,9 Millionen Euro zu.

Vorstandschef Dieter Holzer betonte: "Die Textilbranche durchläuft eine rasante Veränderung, getrieben durch die Digitalisierung und die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden." Dem will er mit Kostensenkungen entgegenwirken. Die sehen unter anderem bis zu 100 Stellenstreichungen in der Verwaltung vor sowie die Schließung von 80 bis 100 weniger rentabler Filialen. Zudem will Holzer das Expansionstempo drosseln und nur noch etwa 30 neue Geschäfte für seine Marken Tom Tailor und Bonita eröffnen; 2015 waren es netto noch 100.

Am 17. März will Holzer den vollständigen Jahresbericht veröffentlichen und auch einen Ausblick auf 2016 wagen.

Tom Tailor und andere Modeunternehmen wie Gerry Weber, Hugo Boss oder Esprit haben in den vergangenen Jahren den Verkauf ihrer Ware über eigene oder Franchise-Geschäfte vorangetrieben und bei den Neueröffnungen ein erhebliches Tempo vorgelegt. Neben dem zunehmenden Online-Handel ringen die hiesigen Modefirmen auch mit den wachsenden Marktanteilen von H&M und den Inditex-Ablegern Zara und Massimo Dutti. Die Konkurrenten sorgen mit rasch wechselnden Kollektionen für steten Zustrom in ihre Geschäfte.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro