Mobilfunker warnen vor teurer 5G-Frequenzauktion

Wien (APA) - Die Mobilfunker A1 Telekom Austria, Hutchison Drei Austria und T-Mobile Austria wollen bei der für Mitte 2018 geplanten Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G (3.400-3.800 MHz) nicht so viel bezahlen wie bei der 4G-Frequenzauktion und schlagen eine "kosteneffiziente und vor allem komplexitätsreduzierende Vergabe" vor. Im Gegenzug versprechen sie einen raschen Netzausbau.

Man habe "große Sorge, dass sich die Ereignisse der 4G-Frequenzauktion wiederholen", sagte Hutchison-Drei-CEO Jan Trionow am Dienstag laut Aussendung. "Damals gestaltete sich der Prozess komplex, langwierig und hatte zur Folge, dass es zu einer der teuersten Auktionen Europas kam - 2 Mrd. Euro", erinnerte Trionow. "Somit verlief der 4G-Netzausbau äußerst langsam. Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen dem Auktionsmodell und Netzausbaugeschwindigkeit."

"Jeder Euro, der zu viel in die Auktion fließt, wird beim investitionsintensiven Infrastrukturausbau fehlen", warnt auch Marcus Grausam, CEO von A1 Telekom Austria. Dies hätte einen nachhaltigen Schaden für viele Industrien und würde eine Abwertung des Wirtschaftsstandorts Österreich bedeuten.

Die letzte Auktion habe nur unter dem Gesichtspunkt der staatlichen Ertragsmaximierung stattgefunden, kritisierte der Chef von T-Mobile Austria, Andreas Bierwirth.

Die Mobilfunkanbieter fordern die nationale Vergabe eines zusammenhängenden 5G-Bandes, die Mindestgebote sollen auf Basis der Telekommunikationsgebührenverordnung festgelegt werden. Im Gegenzug wollen sie sich verpflichten, mindestens 1.000 Sendepunkte zu errichten, während die Regulierungsbehörde derzeit nur 150 Sendepunkte fordere.

Hamburg (APA/dpa) - Das Internet als Vertriebsweg für Waren aller Art wächst kräftig. Die Verbraucher in Deutschland kauften im vergangenen Jahr Waren für 58,5 Mrd. Euro im Internet, teilte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) am Montag in Hamburg mit. Das entsprach einer Steigerung von knapp elf Prozent.
 

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Deutsche kauften 2017 um 58,5 Mrd. Euro im Internet ein

Wien/Warschau (APA) - Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom muss um einen langjährigen Großkunden zittern. Die polnische Regierung will das Lkw-Mautsystem von staatlichen Stellen betreiben lassen und hat die seit Dezember 2016 laufende Ausschreibung gestoppt. Der bis November 2018 laufende Vertrag mit Kapsch bleibt aber aufrecht.
 

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Polen stoppt Maut-Ausschreibung: Kapsch zittert um Großkunden

München (APA/dpa) - Unternehmer und Forscher beklagen fehlende oder veraltete Rechtsvorschriften für Drohnen, Lufttaxis und andere neue Mobilitätsdienste. Staatliche Reglementierung sei heute oft das größte Problem, sagte der Chef der Airbus-Rüstungs- und Raumfahrtsparte, Dirk Hoke, am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München.
 

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Tech-Pioniere beklagen bürokratische Hürden