Vimpelcom zahlt Millionenstrafe in Bestechungsskandal

Amsterdam - Der in den Niederlanden ansässige Telekomkonzern Vimpelcom beendet jahrelange Ermittlungen wegen Bestechung in Usbekistan mit der Zahlung von 795 Millionen Dollar (717,25 Mio. Euro). Der Vergleich wurde von einem US-Gericht in Manhattan am Donnerstag bekanntgegeben. Es ist die zweithöchste jemals gezahlte Vergleichssumme in einem Anti-Korruptionsverfahren weltweit.

Nur die Strafe von Siemens in der Schmiergeldaffäre 2008 war höher ausgefallen. Zuvor hatte sich eine Vimpelcom-Tochter schuldig erklärt, gegen Anti-Korruptionsgesetze in den USA verstoßen zu haben, in dem zwischen 2006 und 2012 114 Millionen Dollar an einen Regierungsvertreter Usbekistans gezahlt wurden. Dabei soll es sich um die Tochter des usbekischen Präsidenten, Islam Karimow, gehandelt haben.

Mit dem Vergleich stellen das US-Justizministerium, die US-Börsenaufsicht SEC sowie die niederländische Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Vimpelcom ein. Gegen andere Unternehmen und Personen werden die Untersuchungen jedoch fortgesetzt.

Zu den größten Aktionären von Vimpelcom gehören der russische Milliardär Michail Fridman sowie der norwegische Telekomkonzern Telenor. Im November hatte Vimpelcom für die Beilegung des Bestechungsskandals 900 Millionen Dollar zurückgestellt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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