Mobilfunkanbieter Drillisch kauft Phone House Deutschland

Maintal - Drillisch bleibt auf Einkaufstour. Der deutsche Mobilfunkanbieter übernimmt den Mobilfunkhändler Phone House Deutschland von der britischen Dixons Carphone, wie Drillisch am Mittwoch mitteilte. Phone House habe in Deutschland zuletzt einen Umsatz von rund 350 Mio. Euro erzielt und vermittle jährlich Mobilfunk- und Festnetzverträge für mehr als 1 Million Teilnehmer.

Der Kaufpreis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Einen Teil zahlt Drillisch in Aktien und erhöht dazu sein Kapital um etwa 3 Prozent. Gemessen am aktuellen Aktienkurs haben die Papiere einen Wert von rund 60 Mio. Euro. Einen zweiten Teil des Kaufpreises will Drillisch aus den künftigen Cashflow-Überschüssen von Phone House zahlen. Wie hoch diese zweite Komponente ist, ließ Drillisch offen.

Drillisch betreibt keine eigene Mobilfunkinfrastruktur, sondern kauft Netzbetreibern Telefonminuten ab und vermarktet dann Billigangebote unter eigenem Namen. United Internet und Freenet verfolgen ein ähnliches Geschäftsmodell. Seit einem Deal mit Telefonica Deutschland ("O2") im vergangenen Jahr ist Drillisch auf Wachstumskurs. Die Firma aus Maintal bei Frankfurt mietet mindestens fünf Jahre lang 20 bis 30 Prozent der Netzkapazitäten. Der Mobilfunknetzbetreiber O2 musste Platz für den Wettbewerber schaffen, um von der EU-Kommission grünes Licht für die 8,6 Mrd. Euro schwere Übernahme des Rivalen E-Plus zu erhalten. Zudem erwarb Drillisch für einen symbolischen Preis 300 Läden, die o2 nach dem Kauf von E-Plus zu viel hatte.

München (APA/dpa) - Siemens hat einen Auftrag für den Bau eines Gas- und Dampfkraftwerks in Russland erhalten. Das Auftragsvolumen beträgt einschließlich Servicevertrag 380 Mio. Euro, teilte Siemens mit. Das Kraftwerk soll im Mai 2021 in Betrieb gehen.
 

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Siemens erhält Kraftwerksauftrag aus Russland

Wien (APA) - Der Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat nun auch zu einem Infight zwischen Oberlandesgericht (OLG) und Rechtsanwaltskammer geführt. Nachdem sich Rupert Wolff, Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags, in der "Presse" über die Sitzordnung im Großen Schwurgerichtssaal beschwert hatte, konterte nun der Präsident des OLG Wien, Gerhard Jelinek.
 

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Grasser-Prozess - OLG-Präsident rüffelt Rechtsanwaltskammer-Präsident

Frankfurt/Dublin (APA/dpa) - Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wird am Mittwoch erstmals mit Vertretern von Ryanair über die Arbeitsbedingungen der deutschen Piloten beim irischen Billigflieger sprechen. Die VC-Tarifkommission habe das Ryanair-Angebot für einen Start der Tarifverhandlungen angenommen, teilte die Gewerkschaft mit. "Bis einschließlich Mittwoch wird es daher keine Streiks geben", so ein Sprecher.
 

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Piloten-Gewerkschaft: Erste Gespräche mit Ryanair am Mittwoch