Mobilfunkanbieter Drillisch kauft Phone House Deutschland

Maintal - Drillisch bleibt auf Einkaufstour. Der deutsche Mobilfunkanbieter übernimmt den Mobilfunkhändler Phone House Deutschland von der britischen Dixons Carphone, wie Drillisch am Mittwoch mitteilte. Phone House habe in Deutschland zuletzt einen Umsatz von rund 350 Mio. Euro erzielt und vermittle jährlich Mobilfunk- und Festnetzverträge für mehr als 1 Million Teilnehmer.

Der Kaufpreis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Einen Teil zahlt Drillisch in Aktien und erhöht dazu sein Kapital um etwa 3 Prozent. Gemessen am aktuellen Aktienkurs haben die Papiere einen Wert von rund 60 Mio. Euro. Einen zweiten Teil des Kaufpreises will Drillisch aus den künftigen Cashflow-Überschüssen von Phone House zahlen. Wie hoch diese zweite Komponente ist, ließ Drillisch offen.

Drillisch betreibt keine eigene Mobilfunkinfrastruktur, sondern kauft Netzbetreibern Telefonminuten ab und vermarktet dann Billigangebote unter eigenem Namen. United Internet und Freenet verfolgen ein ähnliches Geschäftsmodell. Seit einem Deal mit Telefonica Deutschland ("O2") im vergangenen Jahr ist Drillisch auf Wachstumskurs. Die Firma aus Maintal bei Frankfurt mietet mindestens fünf Jahre lang 20 bis 30 Prozent der Netzkapazitäten. Der Mobilfunknetzbetreiber O2 musste Platz für den Wettbewerber schaffen, um von der EU-Kommission grünes Licht für die 8,6 Mrd. Euro schwere Übernahme des Rivalen E-Plus zu erhalten. Zudem erwarb Drillisch für einen symbolischen Preis 300 Läden, die o2 nach dem Kauf von E-Plus zu viel hatte.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen