Mobile World Congress - Blackberry: Unser Geschäft ist jetzt Software

Barcelona/Waterloo - Der mit Absatzproblemen kämpfende kanadische Smartphone-Pionier Blackberry will sich auf Softwarelösungen und Apps ausrichten. "Wir fokussieren uns darauf, Geschäft mit Software zu machen", sagte Blackberry-Chef John Chen am Dienstag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona. "Und wir wollen dafür sorgen, dass unsere Software mit allen Geräten funktioniert."

Damit meine er nicht nur die Verwaltung von Smartphones verschiedener Anbieter in Unternehmen, sondern auch Anwendungen für alle Arten vernetzter Technik von Verkaufsautomaten bis hin zu Reiskochern, betonte Chen. "Alles, was eine IP-Adresse hat, wollen wir managen."

Die Sanierung von Blackberry komme schneller voran als geplant, sagte Chen. Die Umsatzentwicklung sei nach der Talfahrt der vergangenen Jahre stabilisiert worden, jetzt werde Blackberry auch die Gewinne steigern. "Ich habe nicht sehr viel Geduld. Es ist zwar ein Fünfjahresplan - aber einer, in dem wir jedes Jahr Geld verdienen", sagte Chen.

Blackberry war einst ein führender Player im Smartphone-Geschäft, verlor aber nach dem Start des iPhone den Anschluss an Rivalen wie Apple und Samsung. Der teure Flop eines Touchscreen-Modells vor zwei Jahren stürzte den kanadischen Konzern in eine tiefe Krise. Chen übernahm die Führung vor knapp eineinhalb Jahren und stoppte den freien Fall mit einem stärkeren Fokus auf Unternehmenskunden. Der Smartphone-Absatz fiel im vergangenen Jahr jedoch weiter um gut zwei Drittel. Der Marktanteil lag nur noch bei 0,4 Prozent.

Trotz der Absatzprobleme werde Blackberry an dem Smartphone-Geschäft festhalten, betonte der zuständige Manager Ketan Kamdar. "Wir wollen ein profitables Wachstum." Solange das Geschäft einen Gewinn abwerfe, seien die Marktanteile zweitrangig.

In Barcelona kündigte Blackberry einen neuen Anlauf im Smartphone-Geschäft mit vier neuen Geräten an. Darunter sind das Touchscreen-Telefon Leap, das 275 Dollar (245 Euro) kosten soll, sowie ein Modell mit ausziehbarer Tastatur. Das Ziel sei, jedes Jahr ein innovatives Modell herauszubringen, hieß es. ́

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach