Mobile World Congress - Betreiber setzen auf Sicherheit per SIM-Karte

Barcelona (APA/dpa) - Die Mobilfunk-Betreiber setzen ungeachtet der jüngsten Sicherheitssorgen weiter auf SIM-Karten auch für neue Dienste. Dazu gehört die Verwaltung der sogenannten digitalen Identität, die den Zugriff auf verschiedene Services ohne zusätzliche Passwort-Eingabe ermöglicht. Die Passwörter werden dafür in einem Daten-Tresor in der SIM-Karte gelagert.

Der nach diesem Prinzip funktionierende Identitätsstandard Mobile Connect soll zum Jahr 2020 auf einer Milliarde Geräte laufen, sagte der Vorsitzende der Branchenverbandes GSMA, Jon Fredrik Baksaas, am Montag auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona.

Der 2014 gestartete Standard ist nach GSMA-Angaben derzeit bei 17 Netzbetreibern in 13 Ländern im Einsatz, darunter sind auch die Deutsche Telekom und Vodafone. Mit dem System sollen Anwender auch für hochsichere Anwendungen wie Bankgeschäfte identifiziert werden können.

Zuletzt hatte es Aufregung um einen angeblichen Diebstahl von Verschlüsselungscodes für SIM-Karten gegeben. Aus Unterlagen des Informanten ging hervor, dass der Geheimdienst NSA und sein britischer Partner GCHQ Millionen SIM-Schlüssel des weltgrößten Herstellers Gemalto erbeutet hätten. Wer sie hat, könnte ohne großen Aufwand Telefongespräche abhören. Gemalto erklärte nach einer Prüfung, in seinen Systemen seien die Codes nicht abgegriffen worden.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht