Mitterlehner zieht bei oö. Global Hydro in Gesellschafterbeirat ein

Wien/Rohrbach (APA) - Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ist künftig für die oberösterreichische Kleinwasserkraft-Technologiefirma Global Hydro tätig. Kommende Woche soll er in den Gesellschafterbeirat des Mühlviertler Unternehmens einziehen und vor allem bei der Bearbeitung der internationalen Märkte helfen. Global Hydro mit 45 Mio. Euro Umsatz und 170 Mitarbeitern gehört der Familie Frizberg und Finanzinvestoren.

Mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich Wirtschaft und Energie - der ÖVP-Politiker war von 2008 bis 2017 Wirtschaftsminister - sei Mitterlehner (62) "eine tolle Aufwertung und Bereicherung für unser Unternehmen", sagte Gilbert Frizberg, der Vorsitzende des Gesellschafterbeirates, dazu am Donnerstag. Global Hydro werde künftig bei seinen ehrgeizigen Expansionsplänen auf die Expertise von Mitterlehner setzen können. Frizberg gehörte ab 2000 insgesamt 17 Jahre dem Aufsichtsrat des mehrheitlich staatseigenen Stromkonzerns Verbund an, davon ab 2007 zehn Jahre lang als AR-Vorsitzender.

Wie die Firma Global Hydro ist auch Mitterlehner im Bezirk Rohrbach im Mühlviertel daheim: Er lebt in der Gemeinde Ahorn, wo er auch aufgewachsen ist. Die Global-Hydro-Gruppe ist mit sieben Tochterunternehmen in über 35 Ländern tätig und hat ihren Sitz in Niederranna (Hofkirchen im Mühlkreis) an der Donau. Unter den Eigentümern der Global Hydro Energy GmbH ist auch Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung und Chef von Kapsch TrafficCom AG und Kapsch AG.

Auch für die weitere positive Entwicklung in Niederranna sei das Engagement Mitterlehners ein wichtiges Signal, derzeit werde am Firmenhauptsitz massiv investiert, so Global Hydro. Mitterlehner sei in seinem Heimatbezirk Rohrbach fest verwurzelt und eine in der Region höchst angesehene Persönlichkeit, die bei der Suche nach den notwendigen Arbeitskräften helfen und die Arbeitgebermärkte stärken könne, erklärt Gesellschafter Marius Hager, der 10 Prozent am Unternehmen hält. Global Hydro wolle im kommenden Wirtschaftsjahr 2018/19 (per 31. März) die 50-Millionen-Euro-Umsatzgrenze überspringen.

Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung hatte Mitterlehner im Sommer 2017 eine Unternehmensberatung - die Mitterlehner Projektentwicklung und Strategieberatung GmbH. - gegründet. Seit Jänner gehört er auch dem Aufsichtsrat der Oberösterreichischen Versicherung AG an. Vor seiner Regierungstätigkeit ab 2000 hatte er u.a. Funktionen bei Post- und Telekombeteiligungsverwaltung, Wirtschaftsverlag und Epamedia bekleidet.

Wien (APA) - Auf die Kritik von Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl vom vergangenen Donnerstag, wonach die Vorstandsbezüge der im ATX notierten Unternehmen in Österreich "extrem zu hoch" seien, wirft das Wirtschaftsforum der Führungskräfte der AK-Präsidentin vor, eine "unnötige und nicht auf Fakten basierende Neiddebatte" zu schüren.
 

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Wirtschaftsforum der Führungskräfte: AK schürt Neiddebatte

Wien/Wels (APA) - Die Sporthandelskette Intersport hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 das nach eigenen Angaben "erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte" hingelegt. Aufgrund zahlreicher Neueröffnungen und hoher Steigerungsraten in den Bereichen Ski, Rad sowie Outdoor stieg der Österreich-Umsatz um 14 Prozent auf 575 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab.
 

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Intersport - Umsatzsprung dank Filialexpansion und hoher Nachfrage

Brüssel (APA/Reuters) - Italien hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Giovanni Tria nicht die Absicht, den von der EU-Kommission zurückgewiesenen Entwurf für den Haushalt 2019 zu ändern. Der vorgelegte Etat sei "sehr maßvoll" expansiv, sagte Tria am Montag vor Journalisten in Brüssel zudem.
 

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Tria: Italien wird seine Haushaltspläne nicht ändern