Mitterlehner erwartet Bewegung von Athen im Schuldenstreit

Im Schuldenstreit zwischen Athen und der EU hat Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) Bewegung vor allem von Griechenland gefordert. Es müssten sich beide Seiten bewegen, sagte Mitterlehner am Donnerstag in Brüssel. "Noch eine größere Bewegung wird erwartet von Griechenland." Athen müsse klar darlegen, wofür die Finanzmittel genutzt werden sollen.

Zur Frage eines möglichen Ausscheidens Griechenlands aus der Währungsunion ("Grexit"), sagte Mitterlehner, er hoffe, dass die Verhandlungen und das aufeinander Zugehen auch diesmal dramatische ausschaue als dann eine Entscheidung. "Dass man letztendlich zu einem gemeinsamen Weg kommt, ist ja die vernünftigste Entscheidung."

Mitterlehner begrüßte die vom EU-Gipfel zu beschließenden Pläne zur Schaffung einer Energie-Union, äußerte sich aber skeptisch zur angestrebten Offenlegung von Verträgen. Wo Firmen involviert seien, dürften deren Rechte nicht benachteiligt werden, sagte er. Die Offenlegungen und gemeinsamen Vorgangsweisen sollten in solchen Fällen auf die Krisenkommunikation reduziert werden. Auch Energie-Einkaufsgemeinschaften seien "problematisch, weil wir ja bestehende Verträge haben mit den Firmen", sagte Mitterlehner. Für die Zukunft gebe es hier "bestimmte Möglichkeiten".

Von der Energie-Union halte er sehr viel, betonte Mitterlehner, weil sie ein solidarischer Akt sei, mehr Transparenz in den Markt bringe und auch helfe, dass sich die Staaten gegenseitig beliefern könnten.

Wien (APA) - Ab kommendem Jahr soll es für die Gründung einer GmbH künftig nicht mehr nötig sein, dass alle Gesellschafter persönlich zum Abschluss des Gesellschaftsvertrags beim Notar erscheinen. Hingegen will es das Justizministerium ermöglichen, einen oder mehrere Gesellschafter per Video zuzuschalten. So soll die Gründung einer GmbH erleichtert werden, berichtete das Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch.
 

Newsticker

GmbH-Gründer sollen ab 2019 nicht mehr persönlich zum Notar

Berlin (APA/dpa) - Menschen, die in Deutschland jahrelang ohne Arbeit auf die Unterstützung Hartz IV angewiesen sind, sollen künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, den die Regierung in Berlin beschloss.
 

Newsticker

Staatlich geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose in Deutschland

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland spüren noch keine gravierenden Auswirkungen durch den Handelsstreit oder die zähen Brexit-Verhandlungen. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der Kosten zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen stelle sich die Finanzgruppe aber für 2018 auf einen leichten Gewinnrückgang ein, so Vorstandsmitglied Andreas Martin vom Branchenverband BVR am Mittwoch.
 

Newsticker

Deutsche Genossenschaftsbanken erwarten heuer leichten Gewinnrückgang