Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau bei deutscher Airbus-Tochter

Augsburg/Toulouse (APA/dpa) - Rund 1.000 Mitarbeiter der Augsburger Airbus-Tochter Premium Aerotec haben am Dienstag gegen den angekündigten Abbau von etwa 500 Stellen demonstriert. Das Unternehmen hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass bis Ende 2019 etwa 500 Zeitarbeiter ihren Job in dem Augsburger Werk verlieren sollen, in dem bisher noch rund 3.700 Menschen beschäftigt sind.

Augsburgs IG-Metall-Chef Michael Leppek kritisierte die Pläne scharf. Er schlug vor, dass Premium Aerotec die Auslastung des Standortes durch Rückholung von fremdvergebenen Aufträgen erhöhen solle. Damit ließe sich ein Großteil des Abbaus vermeiden.

Premium Aerotec hat mehr als 10.000 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Augsburg, an den norddeutschen Standorten Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel sowie in einer Fabrik in Rumänien. Die Airbus-Tochter fertigt unter anderem Rumpfteile und Leichtbaukomponenten aus Kohlefaser.

Airbus prüft seit einiger Zeit den Verkauf der Tochter. Der Konzern hatte zudem kürzlich bekannt gegeben, dass wegen der Auftragsflaute beim Passagierjet A380 und dem Militärtransporter A400M bis zu 3.700 Stellen in Deutschland und drei anderen europäischen Ländern auf dem Prüfstand stehen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne