Ministerium bedauert Bosch-Entscheidung gegen Batteriezellproduktion

Berlin (APA/dpa) - Das deutsche Wirtschaftsministerium ist enttäuscht über die Entscheidung von Bosch gegen eine eigene Batteriezellproduktion. "Das ist ein industriepolitischer Rückschlag", meinte Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) am Donnerstag in Berlin.

"Ein Premium-Standort wie Deutschland und Europa braucht hier eigenständiges Know-how und eigenständige Produktion bei einer Schlüsselkomponente für die E-Mobilität."

Der Stuttgarter Konzern hatte am Vortag mitgeteilt, dass er aus wirtschaftlichen Gründen auch künftig Batteriezellen für Elektroautos nicht selbst herstellen wolle. Auch aus der Forschung dazu will Bosch weitgehend aussteigen. Aktuell dominieren asiatische Hersteller auf dem Markt für Batteriezellen.

Machnig sagte, man solle sich vorstellen, dass es in Deutschland keine eigene Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren gegeben hätte. "Die deutsche Automobil und -Zulieferindustrie hätte nie eine globale Spitzenstellung einnehmen können."

Er hoffe daher sehr, dass die EU-Kommission bald ein industriepolitisches Programm zur Förderung von privaten Investitionen in Europa vorlege. Es sei wichtig, dass Entscheidungen noch vor der für das Jahr 2020 erwarteten deutlichen Nachfragesteigerung fielen.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch