Minister: OPEC-Förderkürzung bremst russische Wirtschaft

Moskau (APA/Reuters) - Die Förderbremse der führenden Ölstaaten belastet die russische Wirtschaft. Das Wachstum sei im Oktober deswegen geringer ausgefallen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin am Donnerstag. Er ist damit der erste ranghohe Vertreter der Regierung in Moskau, der negative Folgen der Vereinbarung für eine Kappung der Ölproduktion einräumt.

Es seien sowohl direkte Auswirkungen zu erkennen, weil die Ölförderung zurückgehe, als auch indirekte Effekte wie geringere Investitionen. Kommende Woche berät die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) über eine Verlängerung der mit Russland und anderen führenden Ölstaaten vereinbarten Fördergrenze.

Die derzeitige Vereinbarung läuft Ende März aus. Russland hat in ihrem Rahmen zugesagt, seine Ölförderung verglichen mit Oktober 2016 um 300.000 Barrel (159 Liter) pro Tag zu kürzen. Der Ölpreis ist dank des Abkommens erstmals seit Mitte 2015 wieder über die Marke von 60 Dollar (51,07 Euro) je Barrel geklettert.

Die russische Wirtschaft hängt stark vom Ölgeschäft ab. Im Sommerquartal lag das Wachstum verglichen mit dem Vorjahr bei 1,8 Prozent. Im zweiten Quartal war es mit 2,5 Prozent noch so stark wie seit Sommer 2012 nicht mehr. Für das Gesamtjahr hatte Oreschkin zuletzt zwei Prozent Wachstum in Aussicht gestellt, nach zwei Jahren Rezession.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort