Mineralölkonzern Varo will in Amsterdam an die Börse

London (APA/Reuters) - Der Mineralölkonzern Varo Energy strebt an die Amsterdamer Börse. Die Eigentümer wollen insgesamt 30 bis 40 Prozent ihrer Anteile verkaufen, wie Varo am Montag mitteilte. Bisher gehört das Unternehmen zu je einem Drittel dem Ölhändler Vitol, dem amerikanischen Finanzinvestor Carlyle und dem niederländischem Investor Reggenborgh Invest.

Zu den erhofften Einnahmen aus dem Börsengang und zum genauen Zeitplan schwiegen sie sich aus. Bankenkreisen zufolge könnte Varo, deren Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) 2017 auf 371 (Vorjahr: 328) Mio. Dollar (301,60 Mio. Euro) stieg, mit zwei Mrd. Euro bewertet werden. Die Einnahmen aus dem Börsengang, der "in den kommenden Wochen" stattfinden soll, sollen allein an die Alteigentümer fließen.

Varo produziert und liefert unter anderem Diesel und Benzin für Autos und Lkw, Heizöl und Flüssiggas (LPG) sowie Bitumen für den Straßenbau. Der Konzern kontrolliert zwei Raffinerien in Deutschland und der Schweiz mit einer Verarbeitungskapazität von 165.000 Barrel Rohöl pro Tag. Daneben besitzt Varo unter anderem ein Bitumenwerk und 232 Verkaufsstellen wie Tankstellen.

Varo Energy wurde erst 2012 gegründet, um Teile des zusammengebrochenen Schweizer Raffineriekonzerns Petroplus zu übernehmen. Seitdem ist das Unternehmen rasant gewachsen. Seit 2014 ist Varo mit 45 Prozent an der Bayernoil-Raffinerie beteiligt und damit größter Anteilseigner. 2017 stieg der Umsatz auf 13,4 Mrd. Dollar von 10,5 Milliarden im Vorjahr. "Wir sind von der anhaltenden Nachfrage unserer Kunden nach Brennstoffen, einschließlich erneuerbarer Brennstoffe, überzeugt und haben keinen Zweifel daran, dass wir gut aufgestellt sind, um diesen Bedarf decken zu können", sagte Varo-Chef Roger Brown.

Anleger will er mit einer Dividendenausschüttung von 30 bis 50 Prozent des Gewinns nach Steuern locken. Der Betriebsgewinn soll mittelfristig im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROACE) soll weiterhin über 15 Prozent liegen.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen