Mindestens 717 Millionen Euro bei Petrobras veruntreut

Bei Brasiliens staatlich kontrolliertem Öl- Multi Petrobras sind durch ein groß angelegtes Schmiergeldsystem in den Jahren 2004 bis 2012 mindestens 2,1 Milliarden Real (716,72 Mio. Euro) veruntreut worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Die Summe beziehe sich nur auf einen Konzernbereich von Petrobras. Es wird davon ausgegangen, dass auch in anderen Abteilungen Schmiergelder flossen. Die Gesamtsumme könnte bei umgerechnet mindestens drei Milliarden Euro liegen.

In dem vorliegenden Fall geht es um 18 Strafanzeigen unter anderem wegen Korruption, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bei dem System sollen Lieferanten und große Baukonzerne im Gegenzug für Aufträge Schmiergelder gezahlt haben. Der Konzern steht im Mittelpunkt der "Petrolao"-Affäre, in dessen Lauf mehrere Topmanager großer Baukonzerne vorübergehend festgenommen wurden.

Derzeit laufen laut Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen 150 Personen und 232 Unternehmen. Einer der wichtigsten Zeugen, ein ehemaliger Petrobras-Manager, hatte ausgesagt, dass bei Verträgen drei Prozent der Vertragssumme an politische Parteien geflossen seien, darunter auch die regierende Arbeiterpartei PT.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro