Mindestens 880 Millionen Euro in China veruntreut

Im Zuge der vor gut zwei Jahren gestarteten Antikorruptionskampagne in China sind Veruntreuungen im Umfang von umgerechnet 880 Millionen Euro aufgeflogen. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die die Asia Society mit Sitz in New York auswertete und am Freitag veröffentlichte. Demnach wurde gegen 1.500 Parteikader und Politiker ermittelt, nur 231 von ihnen wurden für schuldig befunden.

Präsident Xi Jinping hatte bei seinem Amtsantritt Korruption in Partei und Verwaltung den Kampf angesagt und öffentlichkeitswirksam eine Kampagne gestartet. Dem Bericht der Asia Society zufolge wurden im Zuge der Kampagne bisher 6,3 Millionen Yuan (878.930,77 Euro) aufgespürt, die aus öffentlichen Kassen veruntreut worden waren.

In einem Fall kaufte ein Parteikader für 200.000 Yuan Jadeschmuck. In einem weiteren Fall versuchte ein Politiker, 30 Millionen Yuan veruntreuter Staatsgelder in einem Gartenbaubetrieb seiner Geliebten zu waschen.

An der Wirksamkeit von Xis Feldzug gibt es Zweifel. So vermuten Kritiker, sie diene häufig dazu, unliebsame politische Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Für hochgezogene Augenbrauen sorgt auch, dass in den östlichen Provinzen Fujian und Zhejiang, Hochburgen des Staatschefs, weit weniger Übeltäter überführt wurden. Dort hätten die Korruptionsbekämpfer offenbar besondere Gnade walten lassen, heißt es in dem Bericht.

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse

Brüssel/Berlin (APA/Reuters) - Der Handelsüberschuss der EU-Länder mit den USA hat sich im ersten Halbjahr ungeachtet der scharfen Kritik von Präsident Donald Trump deutlich erhöht. Von Jänner bis Juni summierte er sich auf 66,9 Mrd. Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Das sind 10,7 Mrd. Euro oder 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
 

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EU-Handelsüberschuss mit den USA stieg im ersten Halbjahr kräftig