Millionenfonds für gekündigte Karstadt-Mitarbeiter

Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt, der dem Tiroler Immo-Investor Rene Benko gehört, zahlt insgesamt 2,5 Mio. Euro in einen Fonds für von Kündigungen betroffene Mitarbeiter. Das sieht ein Tarifsozialplan vor, den das Unternehmen mit der Gewerkschaft ver.di vereinbart hat, wie die Arbeitnehmerorganisation am Donnerstag mitteilte.

Karstadt-Beschäftigte, die im Rahmen der derzeit laufenden Kündigungen in den nächsten Monaten in eine Transfergesellschaft wechseln, sollen aus dem Fonds einen Betrag in Höhe von 2.300 Euro erhalten, um soziale Härten abzufedern. Laut ver.di schreibt der Tarifsozialplan für die Beschäftigten der sechs Warenhäuser, die in diesem Jahr geschlossen werden sollen, eine "rückwirkende Tarifleistung" fest. "Diese Beschäftigten bekommen für ein Jahr die Folgen aus dem Ausstieg aus der Tarifbindung finanziell kompensiert", erklärte die Gewerkschaft.

Ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes betonte: "Wir wissen, das wir die Folgen der Erwerbslosigkeit nicht vollständig abfedern können." Der Tarifsozialplan könne aber zumindest einen Teil der entstehenden Härten abmildern. Nach Angaben des Gewerkschafters haben inzwischen rund 900 Mitarbeiter Kündigungen erhalten. Zahlreich weitere Stellen seien sozialverträglich abgebaut worden. Insgesamt würden so rund 2.400 Arbeitsplätze gestrichen.

Die Tarifverhandlungen für Karstadt sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Ver.di fordert in den Verhandlungen unter anderem eine Standortsicherung für alle Karstadt-Häuser und Beschäftigungsgarantien für alle verbliebenen Arbeitsplätze.

Aylesbury (APA/AFP/Reuters/dpa) - Großbritannien und die USA haben sich nach Angaben von Premierministerin Theresa May darauf geeinigt, ein gemeinsames Freihandelsabkommen anzustreben. Beide Länder wollten unter anderem einen "Gold Standard" bei der Kooperation in Finanzdienstleistungen setzen, sagte May am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump auf dem Landsitz Chequers bei London.
 

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May: London und Washington wollen "ambitioniertes" Handelsabkommen

Madrid (APA/Reuters) - Auch an Spaniens Flughäfen müssen die Urlauber mitten in der Ferienzeit mit Streiks rechnen. Die größte Gewerkschaft des Landes rief am Freitag mehr als 60.000 Gepäckabfertiger und andere Airport-Mitarbeiter an allen spanischen Flughäfen dazu auf, Anfang August ihre Arbeit niederzulegen.
 

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Auch an Spaniens Flughäfen drohen Anfang August Streiks

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