15 Millionen Menschen durch Facebook-Initiative erstmals online

Durch eine Initiative von Facebook haben 15 Millionen Menschen auf der ganzen Welt erstmals Zugang zum Internet erhalten. Das sagte der Gründer des weltgrößten sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, am Mittwoch bei einer Fragestunde an einer Universität in Neu-Delhi. Die Plattform Free Basics, über die ausgesuchte Dienste kostenlos erreichbar sind, gebe es mittlerweile in 24 Ländern.

Im August lag die Zahl der Nutzer noch bei neun Millionen. Die Initiative ist umstritten, weil nicht alle Webseitenbetreiber davon profitieren. Zuckerberg hatte die Initiative 2013 zunächst unter dem Namen Internet.org gestartet. Sie soll Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern Internetzugang verschaffen - etwa auch mit Hilfe von Drohnen und Satelliten. "Durch Free Basics bekommen Menschen Zugang zu Funktionen wie Kommunikations- und Bildungsangeboten", sagte Zuckerberg.

"Allein in Indien haben dadurch über eine Million Menschen Zugang zum Internet bekommen", sagte der Facebook-Chef. Auf dem Subkontinent sind noch rund eine Milliarde Menschen vom Internet abgeschnitten. Die Einführung von Free Basics hatte im April für Proteste gesorgt, da nur ausgewählte Webseiten zu erreichen waren. Facebook hatte daraufhin den Dienst weiter geöffnet. Google geht in Indien ähnliche Wege und will bis 2016 rund 400 Bahnhöfe mit WLAN ausstatten.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab