Eine Million Kinder in Ost- und Südafrika schwer unterernährt

Johannesburg - Im Osten und im Süden Afrikas leidet nach Angaben der UNO fast eine Million Kinder an akuter schwerer Unterernährung. Gründe dafür seien die nun schon seit zwei Jahren anhaltende Dürre sowie das Wetterphänomen El Nino, erklärte das Kinderhilfswerk UNICEF am Mittwoch. Kindern in der Region fehle es an Wasser und Nahrungsmitteln und die stetig steigenden Lebensmittelpreise verschlimmerten die Lage.

Familien seien gezwungen, Mahlzeiten auszulassen und ihre Habseligkeiten zu verkaufen, um an Essen zu gelangen, beklagte UNICEF. Auslöser für die derzeit außergewöhnliche Trockenheit ist das Wetterphänomen El Nino, das dieses Mal besonders extrem ausfällt. Das Phänomen werde vergehen, "aber die Belastungen für die Kinder werden noch Jahre zu spüren sein", erklärte UNICEF.

Mehrere Länder im Süden von Afrika hatten zuletzt wegen der Dürre den Notstand ausgerufen. In Äthiopien gehen etwa Schätzungen davon aus, dass die Zahl der Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen sind, in diesem Jahr von zehn auf 18 Millionen steigt.

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