Milliardendebakel bei JPMorgan: Auslieferung von Ex-Banker abgelehnt

Madrid/New York - Die spanische Justiz hat ein Auslieferungsgesuch der USA für einen früheren Manager der US-Großbank JPMorgan Chase abgelehnt, der an einem milliardenschweren Spekulationsverlust des Geldhauses beteiligt gewesen sein soll. Der Nationale Gerichtshof in Madrid begründete die Entscheidung am Donnerstag damit, dass der mit einem internationalen Haftbefehl gesuchte Banker spanischer Staatsbürger sei.

Außerdem habe der Mann die ihm zur Last gelegten Straftaten nicht in den USA begangen, sondern in Großbritannien. Der Manager steht in den USA im Verdacht, als früherer Mitarbeiter von JPMorgan Chase in London zusammen mit einem Kollegen Verluste von Finanzwetten in Höhe von 6 Mrd. US-Dollar (5,6 Mrd. Euro) verheimlicht zu haben. Die US-Justiz legt dem Spanier und einem aus Frankreich stammenden Kollegen Urkundenfälschung und Betrug an den Anteilseignern der Bank zur Last.

Der Banker war im August 2013 in Spanien festgenommen und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Das Gericht wies die US-Behörden auf die Möglichkeit hin, den Mann vor der spanischen Justiz zur Rechenschaft zu ziehen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma