4,2 Milliarden Menschen weltweit ohne Internet

Die Weltbank beklagt das Anwachsen der "digitalen Kluft" trotz massivem Anstieg der Internetzugängen. Sieben von zehn Haushalten auch in armen Gegenden der Welt haben Handys.

Washington. Mehr als vier Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zum Internet. Dies sind fast 60 Prozent der Weltbevölkerung, wie die Weltbank Mittwochnacht in Washington mitteilte. Da das Internet vor allem in den reichen Ländern zur Verfügung stehe, entstehe eine "digitale Kluft", erklärte die Organisation.

In Indien leben demnach mit 1,1 Milliarden die meisten Menschen ohne Internet, in China sind es 755 Millionen und in Indonesien 213 Millionen. Rund um den Globus sind es 4,2 Milliarden Menschen. Die Kluft wird einem Weltbank-Bericht zufolge noch größer, wenn es um das schnelle Internet geht. Davon profitierten weltweit lediglich 1,1 Milliarden Menschen und damit weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung.

"Wir müssen verhindern, dass eine neue sozial benachteiligte Klasse entsteht", warnte der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu, in dem Bericht "Die Dividende der Informationstechnologie".

Gleichzeitig verweist die Weltbank darauf, dass auch Menschen in armen Regionen inzwischen von den technologischen Entwicklungen profitieren. Sieben von zehn Haushalten, die zu den ärmsten 20 Prozent der Weltbevölkerung gehören, hätten ein Mobiltelefon. "Diese Haushalte kommen leichter an ein Handy als an Toiletten oder sauberes Wasser", erklärte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

Die Zahl der Internetnutzer erhöhte sich weltweit binnen zehn Jahren um mehr als das Dreifache. Von einer Milliarde im Jahr 2005 stieg sie bis Ende 2015 auf 3,2 Milliarden.

Die wirtschaftlichen Folgen der digitalen Revolution seien für einkommensschwächere Länder aber weniger bedeutend gewesen als erhofft, bedauert die Weltbank. Die Auswirkungen auf die weltweite Produktivität sowie die Möglichkeiten für die arme Bevölkerung und die Mittelklasse seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es in dem Bericht.

Auf dem Arbeitsmarkt habe es einige negative Effekte gegeben, da die digitalen Jobs höhere Kompetenzen erforderten und Routineaufgaben abnähmen. Dadurch konkurrierten viele Arbeitnehmer um schlecht bezahlte Jobs.

Tokio (APA/Reuters) - Die japanische Regierung schiebt ihr Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts einem Medienbericht zufolge auf die lange Bank. Die Ausgaben sollen die Einnahmen nun erst 2025 decken und damit fünf Jahre später als bisher geplant, berichtete die Tageszeitung "Nikkei" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Budgetentwurf.
 

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Bericht - Japan erwartet erst 2025 ausgeglichenes Budget

Wien/Linz (APA) - Der heutige 33. Tag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat gleich mit einigen Absenzen begonnen. Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki und ein Angeklagter zur Causa Linzer Terminal Tower ließen sich durch ihre Anwälte entschuldigen.
 

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Grasser-Prozess - Drei Angeklagte heute nicht da

Wien (APA) - Die arabische Fluglinie Kuwait Airways, die zuletzt in Deutschland für Kritik sorgte, weil sie die Beförderung eines Israelis verweigert hatte, wird ab Juni auch nach Wien fliegen, berichtet die "Presse" am Mittwoch. Geplant sind demnach drei wöchentliche Direktverbindungen zwischen Wien und dem internationalen Flughafen in Kuwait. Vorerst soll die Fluglinie bis September nach Wien fliegen.
 

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Antiisraelische Fluglinie Kuwait Airways fliegt ab Juni nach Wien