Milliarden-Mega-Deal: US-Kabelnetz-Firma Charter will TWC kaufen

New York - In den USA steht der Kabelnetz-Betreiber Charter Communications einem Insider zufolge vor zwei Übernahmen im Volumen von insgesamt rund 65 Mrd. Dollar (59,2 Mrd. Euro). Die Nummer drei der Branche wolle die Nummer zwei, Time Warner Cable (TWC), für 55 Mrd. Dollar kaufen, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Montag. Das Vorhaben solle bereits am Dienstag bekanntgegeben werden.

Darüber hinaus werde Charter auch die Nummer sechs, Bright House Networks, übernehmen und zahle dafür 10,4 Mrd. Dollar. Die fusionierten Firmen hätten dann 23 Millionen Kunden und rückten damit bis auf vier Millionen an den Branchenprimus Comcast heran.

Charter hatte sich bereits vor einiger Zeit um TWC bemüht, wurde aber von Comcast ausgestochen, der für TWC 45 Mrd. Dollar bot. Entstanden wäre ein Konzern mit großer Marktmacht im Bezahlfernsehen und Internetgeschäft. Das löste Kritik von Verbraucherschützern und rivalisierenden Medien-Firmen aus. Wegen Bedenken der Wettbewerbsbehörden sagte Comcast das Vorhaben dann jüngst auch ab. Charter hatte aber weiter Interesse signalisiert. Allerdings hatte es vor wenigen Tagen auch geheißen, der französische Kabelnetzbetreiber Altice bereite ein Angebot für TWC vor.

Charter biete 195 Dollar pro TWC-Papier in bar und eigenen Aktien, sagte der Insider am Montag. TWC-Aktien hatten am Freitag bei 171,18 Dollar geschlossen. Sie haben wegen der vorangegangenen Übernahmeversuche aber schon zuletzt deutlich zugelegt. Die Agentur Bloomberg hatte zuerst über den jetzt bevorstehenden Deal berichtet.

Die Telekom-Unternehmen positionieren sich aktuell für die Zukunft. Marktexperten zufolge müssen sie möglichst viele Dienste aus einer Hand anbieten, um Kunden zu locken. Der US-Kabelmarkt befindet sich momentan im Umbruch, auch wegen des Vormarsches schneller Breitband-Verbindungen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte