Milliarden-Deal: Sanofi will US-Unternehmen Bioverativ übernehmen

Paris/Basel (APA/dpa/sda) - Der französische Pharmakonzern Sanofi will das auf seltene Blutkrankheiten spezialisierte US-Biotechunternehmen Bioverativ für 11,6 Mrd. US-Dollar (9,5 Mrd. Euro) kaufen. Sanofi biete für alle ausstehenden Aktien der früheren Biogen-Sparte 105 Dollar je Anteilsschein in bar, teilte Sanofi am Montag in Paris mit.

Das wäre ein Aufschlag von 64 Prozent zum Freitagsschlusskurs. Der Verwaltungsrat beider Unternehmen hätte dem Deal zugestimmt, hieß es in der Mitteilung. Die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" (WSJ) hatte zuvor über die Übernahmepläne berichtet.

In der Branche ist es in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder zu milliardenschweren Übernahmen gekommen. Dies liegt vor allem daran, dass die großen Pharmakonzerne auf prall gefüllten Kassen sitzen und oft mit dem Patentablauf für wichtige Wirkstoffe kämpfen. Mit Übernahmen gerade im Biotechnologie-Segment können sie schnell ihre Lücken im Angebot schließen und Wachstumsoptionen erkaufen.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat indes die Übernahme des französischen Krebsspezialisten Advanced Accelerator Applications (AAA) erfolgreich abgeschlossen. Novartis erweitert damit sein Portfolio im Bereich der neuroendokrinen Tumorbehandlung. Das im Dezember lancierte Offert hatte am Freitag um Mitternacht geendet. Bis zum 31. Jänner läuft noch eine ergänzende Angebotsfrist, in der sowohl Aktien als auch American Despositary Share (ADR) angedient werden können, wie Novartis am Montag weiter mitteilte.

Ende Oktober hatte Novartis angekündigt, AAA für insgesamt 3,9 Mrd. Dollar übernehmen und damit das eigene Krebsgeschäft ausbauen zu wollen. Novartis hat dabei 41 Dollar pro Aktie und 82 Dollar pro ADR (entsprechen zwei Aktien) für das an der Nasdaq notierte Unternehmen geboten.

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"