Milliardärsfamilie Reimann greift nach britischer Sandwichkette

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann setzt ihre milliardenschwere Einkaufstour in der Lebensmittelbranche fort. Die von ihr kontrollierte JAB Holding übernimmt vom Finanzinvestor Bridgepoint die britische Sandwichkette Pret A Manger, wie die Firmen am Dienstag mitteilten.

Pret A Manger betreibt weltweit 530 Sandwich-Läden und will im Herbst in Berlin seine erste Filiale in Deutschland eröffnen. Zum Kaufpreis äußerten sich die Unternehmen zunächst nicht. Die "Financial Times" berichtete, JAB lege inklusive Schulden 1,5 Mrd. Pfund (1,7 Mrd. Euro) auf den Tisch.

Die 1986 in London gegründete Sandwich-Kette erwirtschafte zuletzt einen Umsatz von 879 Mio. Pfund. Auch heute noch ist Großbritannien mit 381 Läden der wichtigste Markt von Pret A Manger, gefolgt von den USA mit 92 Filialen.

Die Familie Reimann aus Mannheim war mit dem Reinigungsmittel-Hersteller Benckiser reich geworden und gehört zu den wohlhabendsten Familien in Deutschland. In den vergangenen Jahren hat ihre JAB Holding mehrere Milliardendeals gestemmt. Seit 2015 ist JAB der weltgrößte Kaffee-Konzern, zu dem unter anderem die Marken Jacobs, Senseo und Tassimo gehören. Auch im Sandwich-Geschäft ist die Familie bereits unterwegs: 2017 kaufte sie die US-Bäckereikette Panera Bread für 7,5 Mrd. Dollar (6,4 Mrd. Euro). Vor wenigen Monaten gab der zum Reimann-Imperium gehörende Kaffeekapsel-Produzent Keurig Green Mountain die Übernahme des US-Limonadenhersteller Dr Pepper Snapple in einem mehr als 21 Mrd. Dollar schweren Deal bekannt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro