Milchpreisverfall - Landwirtschaftskammer drängt weiter auf EU-Hilfen

Der Preisverfall bei Milch lässt die heimischen Bauernvertreter weiter auf Hilfen drängen. "Das Ungleichgewicht auf den Märkten verlangt neue, zeitlich befristete EU-weit wirksame Steuerungsinstrumente. Es müssen Anreize für die temporäre Rücknahme der Erzeugung geschaffen werden", so Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.

Die Bauernvertreter hoffen, dass wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in Europa hergestellt werden kann. "Was bei der Milch bereits in Bewegung ist, muss auch für andere Sparten ermöglicht werden", erklärte Schultes auch im Hinblick auf die Schweinebauern, die seit Jahren unter niedrigen Preisen leiden.
Kommenden Montag, 11. April, wollen die EU-Agrarminister sich in Luxemburg mit dem Preisverfall auf den Milch- und Schweinemärkten befassen. Wie es im Vorfeld in Ratskreisen hieß, sollen die EU-Rechtsgrundlagen für eine freiwillige Produktionsdrosselung am Milchmarkt kommenden Donnerstag in Kraft treten. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) plant einen Vorstoß zur Lockerung des russischen Importembargos.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab