Miele wächst kräftig mit Einbaugeräten und Zukäufen

Gütersloh (APA/dpa) - Der deutsche Haushaltsgerätehersteller Miele profitiert von der weltweit großen Nachfrage nach Einbaugeräten sowie von Firmenzukäufen. Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 um 4,3 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro, wie Miele am Mittwoch mitteilte. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine Angaben.

Gut die Hälfte des Umsatzwachstums entfiel Miele zufolge auf die erstmalige bilanzielle Berücksichtigung des im vergangenen Jahr übernommenen italienischen Medizintechnikherstellers Steelco Group. Doch auch im Kerngeschäft mit Haushaltsgeräten konnte das Unternehmen punkten.

Vor allem in China, Kanada, Österreich und Russland verzeichnete Miele ein überproportionales Wachstum. In Deutschland steigerte das Familienunternehmen den Umsatz um 2,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Erstmals stieg die Zahl der Mitarbeiter auf über 20.000. Allein in Deutschland beschäftigte das Unternehmen Ende Juni 11.225 Menschen, um 337 mehr als ein Jahr zuvor.

Auch für das Geschäftsjahr 2018/19 ist Miele trotz des zuletzt schwierigen Marktumfeldes "verhalten optimistisch" und rechnet mit weiterem Wachstum. Wie groß das Plus am Ende ausfallen werde, lasse sich angesichts des Brexit und möglicher internationaler Handelskonflikte aber nur schwer prognostizieren.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder