Middelhoff bleibt in Untersuchungshaft

Essen - Der frühere deutsche Top-Manager Thomas Middelhoff ist mit einem weiteren Antrag auf Haftentlassung gescheitert. Das Essener Landgericht habe nach einem erneuten Haftprüfungstermin die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet, teilte ein Justizsprecher am Montag in Essen mit.

Über die Hintergründe des Haftprüfungsantrags und die Gründe der Entscheidung machte der Sprecher unter Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte des Managers keine Angaben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten Middelhoffs Anwälte die Stellung einer Kaution angeboten.

Der frühere Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor war am 14. November vom Essener Landgericht wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt und noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, denn der Manager hat Revision gegen die Entscheidung eingelegt. Middelhoff hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Mehrere Versuche seiner Anwälte, den Haftbefehl außer Vollzug setzen zu lassen, waren seitdem gescheitert. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht Hamm kurz vor Weihnachten eine Haftbeschwerde des Managers als unbegründet verworfen. Es bestehe nach wie vor Fluchtgefahr, hatte der 5. Strafsenat erklärt.

Zur Begründung hatte das Gericht vor Weihnachten unter anderem auf die gegen den Manager verhängte Freiheitsstrafe von drei Jahren verwiesen, aber auch auf die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen gegen Middelhoff und die von Gläubigern gegen ihn erhobenen Millionenforderungen. Bei einer Abwägung aller Umstände sei es wahrscheinlicher, dass sich der Manager dem weiteren Strafverfahren entziehen werde, als dass er sich ihm zur Verfügung halten werde, hatte der Senat erklärt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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