Microsoft bestätigt Übernahme von Berliner 6Wunderkinder

Unterschließheim - Microsoft übernimmt das Berliner Start-up 6Wunderkinder. Das bestätigte der US-Softwarekonzern am Dienstag. Die To-Do-Liste der Berliner App-Entwickler passe zum Portfolio von Microsoft und den Ambitionen des Konzerns, Produktivität in einer mobilen und Cloud-basierten Welt neu zu erfinden, schrieb Microsoft-Manager Eran Megiddo in einem Blog-Beitrag.

Weitere Details oder den Kaufpreis nannte Megiddo nicht. 6Wunderkinder erhoffe sich wiederum den Zugang zu reichhaltiger Erfahrung und Technologie, von denen ein kleines Unternehmen sonst nur träumen könne, schrieb Gründer Christian Reber.

Weitere Details oder einen Kaufpreis nannte Megiddo nicht. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor von einer Summe zwischen 100 und 200 Mio. Dollar (bis zu 183 Mio. Euro) berichtet und berief sich dabei auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Trotz der großen Spanne dürfte das kein schlechter Preis sein für eine knapp fünf Jahre alte Firma, um die es in jüngster Zeit etwas ruhiger geworden war.

Mit der Wunderlist lassen sich auf dem Smartphone oder Tablet, aber auch auf dem PC Aufgaben verwalten und Notizen speichern. Die App hatte zuletzt über 13 Millionen Nutzer. Wie viele davon die kostenpflichtige Version verwenden, ist nicht bekannt.

"Eine so nützliche und populäre Lösung gelingt nicht ohne eine Menge harter Arbeit von einer Gruppe unglaublich smarter, kreativer und talentierter Leute", lobte Microsoft-Manager Megiddo die Macher hinter der App in großen Worten.

Das 2010 von sechs Berlinern rund um den heutigen Geschäftsführer Reber gegründete Start-up erreichte eine gewisse Berühmtheit, als es Ende 2013 mit Sequoia Capital sogar einen legendären Risikokapitalgeber aus dem Silicon Valley als Geldgeber anzog. Zu den Investoren gehören auch der schwedische Fonds Atomico sowie Earlybird Venture Capital.

Microsoft will die Wunderlist in sein Portfolio integrieren. Für die bisherigen Nutzer solle sich jedoch nichts ändern, versicherten Megiddo und Reber. Die App werde weiterhin kostenlos sein, der Preis der Pro-Version bleibe unverändert. Reber werde auch nach der Übernahme das Wunderkinder-Team leiten.

Mit dem Berliner Start-up sichert sich Microsoft das Know-how eines der bekanntesten Berliner Start-ups für seine neue Mobilstrategie. Microsoft-Chef Satya Nadella will das Produktangebot verjüngen und vor allem im Smartphone-Markt aufholen. 6Wunderkinder ist bei Microsofts jüngster Einkaufstour der Dritte im Bunde. Zuvor schluckte der Softwarekonzern bereits die App-Anbieter Acompli und Sunrise Atelier.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte