Microsoft mit deutlich weniger Quartalsgewinn

Microsoft hat das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 3,76 Mrd. Dollar (3,31 Mrd. Euro). Die Erlöse sanken in dem Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 5,5 Prozent auf 20,53 Mrd. Dollar, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

Das Cloud-Geschäft erwies sich erneut als wichtige Stütze für den Windows-Konzern. Der Umsatz der Sparte stieg im Jahresvergleich um gut drei Prozent auf rund 6,1 Mrd. Dollar. Die Erlöse der Cloud-Plattform Azure wurden dabei mehr als verdoppelt. Microsoft-Chef Satya Nadella will 2018 einen jährlichen Umsatz von 20 Mio. Dollar im Geschäft mit Unternehmen erzielen. Bisher habe Microsoft etwa die Hälfte des Ziels erreicht, hieß es.

Im größten Bereich mit dem Windows-Geschäft sowie Geräten, Spielen und der Websuche wuchs der Umsatz um rund ein Prozent auf 9,46 Mrd. Dollar. Die Windows-Erlöse sanken angesichts der Flaute am PC-Markt um zwei Prozent. Gemessen an dem allgemeinen Rückgang der PC-Verkäufe um ein Zehntel war das noch ein versöhnliches Ergebnis - dank Windows 10 wurden mehr teurere Computer verkauft als vor einem Jahr.

In Microsofts eigenem Gerätegeschäft stiegen die Erlöse mit Surface-Tablets im Jahresvergleich um 61 Prozent auf mehr als eine Milliarde Dollar. Von den Lumia-Smartphones wurden hingegen nur noch 2,3 Millionen Geräte verkauft.

Die Sparte mit den Office-Büroprogrammen legte beim Umsatz um ein Prozent auf gut 6,5 Mrd. Dollar zu. Die Online-Variante Office 365 hat nun 22,2 Millionen zahlende Kunden, hieß es.

Die Microsoft-Aktie verlor am Freitag vorbörslich über vier Prozent. Analysten hatten mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,64 Dollar gerechnet, Microsoft kam auf 0,62 Dollar. Das Unternehmen machte dafür aber eine Steuerrückstellung verantwortlich, mit der die Experten nicht gerechnet hätten und die das Ergebnis pro Aktie um 0,04 Dollar gedrückt habe. Damit sorge Microsoft für eine höhere Besteuerung im gesamten Geschäftsjahr vor, erklärte Finanzchefin Amy Hood.

Beim Umsatz im vergangenen Quartal traf der Konzern die Erwartungen. Zugleich warnte Microsoft, dass die Zahlen im laufenden Vierteljahr zum Teil unter den bisherigen Erwartungen liegen könnten.

Brüssel (APA/dpa) - Mitten im heiklen Brexit-Streit forciert die EU-Kommission ein Verfahren gegen Großbritannien wegen nicht eingetriebener Zölle in Milliardenhöhe. Die EU-Kommission setzte London am Montag eine neue Frist von zwei Monaten, um zu handeln. Andernfalls droht Großbritannien eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
 

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Brüssel forciert Verfahren gegen Großbritannien wegen Zollausfällen

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der unter Druck geratene Modekonzern Gerry Weber lässt seine Sanierungsfähigkeit überprüfen und verschreckt damit seine Anleger. Die Aktie sackte am Montag in der Spitze um mehr als 27 Prozent auf 3 Euro ab und markierte damit den tiefsten Stand seit 15 Jahren.
 

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Gerry-Weber-Anleger nehmen Reißaus - Sanierungsgutachten bestellt

München/Berlin (APA/Reuters) - Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China treibt deutschen Top-Managern momentan keine weiteren Schweißperlen auf die Stirn. Dank einer starken Binnenkonjunktur mit Bauboom und kauffreudigen Verbrauchern trübte sich das Geschäftsklima im September nur leicht ein. Das Ifo-Barometer fiel um 0,2 auf 103,7 Punkte, das ist aber der zweitbeste Wert des vergangenen halben Jahres.
 

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Deutsche Manager bleiben trotz Handelsstreits relativ gelassen