Miba will mit erhöhtem Angebot Squeeze-out ohne Einsprüche schaffen

Laakirchen - Die mehrheitlich im Familienbesitz stehende Miba AG will den Börsenabschied (Squeeze-out) ohne Einsprüche schaffen. Dazu hat sie den verbleibenden 3,4 Prozent ihrer Aktionäre, die bisher noch nicht das freiwillige Angebot zum Rückkauf der Aktien angenommen haben, etwas mehr Geld versprochen. Der Zuschlag gilt aber nur, wenn keine Einwände eingebracht werden.

Die Miba plant seit einiger Zeit den Abschied von der Börse und kauft ihren Aktionären im Rahmen des freiwilligen Angebots die Papiere um 565 Euro ab. Für die letzten Aktionäre, die auf dieses Angebot nicht eingestiegen sind, hat Miba bisher beim Squeeze-out 540 Euro je Anteilsschein in Aussicht gestellt. In der heutigen Hauptversammlung hat Miba nun angeboten, auch im Zuge des Squeeze-out je Aktie 565 Euro zu zahlen. Dieser Zuschlag zum ursprünglichen Angebot soll aber nur gelten, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Es darf keinen Widerspruch zum Hauptversammlungsbeschluss geben, keine Klage auf Anfechtung oder Nichtigerklärung des Beschlusses und keinen Antrag auf Überprüfung der Barabfindung.

Es sei im Interesse aller Aktionäre, Verfahrens- und Beratungskosten sowie Zeitaufwand im Überprüfungsverfahren zu sparen, heißt es in einer Miba-Aussendung vom Montag. Diese Ersparnis könne in Form des erhöhten Abfindungspreises allen verbleibenden Streubesitzaktionären zugutekommen. Da allerdings die Überprüfung der Barabfindung bis einen Monat nach Bekanntmachung der Eintragung des Gesellschafterausschlusses im Firmenbuch beantragt werden könne, werde nun erst Anfang Jänner 2016 feststehen, ob die Erhöhung der Barabfindung für die verbleibenden 3,4 Prozent (etwa 40.000) Aktien wirksam ist.

Unabhängig davon, wie das Squeeze-out endet, läuft das freiwillige Angebot zum Ankauf von Aktien um 565 Euro bis zum 26. Oktober.

Die Familie Mitterbauer hält eine Mehrheit der Aktien und 100 Prozent der Stimmrechte an der Miba, die Spezialteile für Fahrzeuge und Kraftwerke baut. Miba hat über 5.000 Mitarbeiter und hat 2014/15 669,3 Millionen Euro Umsatz bei einem operativen Gewinn (EBIT) von 81,9 Mio. Euro ausgewiesen.

Wien/Graz/Zürich (APA) - Das in Zürich börsennotierte steirische Unternehmen ams AG zapft den Kapitalmarkt an. Die Hightech-Firma begibt eine 350 Mio. Dollar (knapp 293 Mio. Euro) schwere Wandelanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren (bis 28. September 2022), wie das Unternehmen mit Sitz in Unterpremstätten heute, Montag, Nachmittag mitteilte.
 

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Steirische ams platziert 350 Mio. Dollar schwere Anleihe

Washington (APA/Reuters) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft trotz vieler Risiken auf einem soliden Wachstumspfad. "Nahezu ein Jahrzehnt nach Ausbruch der globalen Finanzkrise befindet sich die Weltwirtschaft auf einem Erholungskurs", sagte der Vize-Chef des Fonds, Tao Zhang, laut Redetext am Montag auf einer Veranstaltung in Cleveland.
 

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IWF sieht Weltwirtschaft auf gutem Kurs

London (APA/dpa) - Das Beratungshaus Deloitte ist das Opfer eines ausgefeilten Cyberangriffs geworden. Vertrauliche E-Mails und Daten großer Kunden seien kompromittiert worden, heißt in einem Bericht des britischen "Guardian".
 

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Beratungsgesellschaft Deloitte wurde Opfer von Cyber-Angreifern