voestalpine will verstärkt in Mexiko investieren

Der börsennotierte Stahlriese voestalpine treibt seine Internationalisierung voran und hat dabei auch Nordamerika im Fokus. In Mexiko wird zur Zeit der Aufbau einer Autoteilefertigung geprüft. "Mexiko ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte in den beiden Amerikas - so etwas wie das neue Detroit", sagte Konzernchef Wolfgang Eder Mittwochabend vor Journalisten in Wien.

Es finde eine Verlagerung in Richtung Mexiko statt. "Da werden wir mit dabei sein", so Eder. Die Gespräche mit diversen Autoherstellern sind dem Vernehmen nach bereits im Laufen. "Ich bin überzeugt, dass einiges davon in den nächsten sechs bis zwölf Monaten realisiert wird", sagte der voestalpine-Chef. Auch im Edelstahlbereich sind Investments angedacht. "Mexiko ist inzwischen das bessere Brasilien - wir sehen Mexiko sehr stark."

Bis 2020 will die voestalpine ihren Umsatz in Nordamerika - USA, Kanada und Mexiko - von derzeit rund 980 Mio. Euro auf 3 Mrd. Euro mehr als verdreifachen. Derzeit werden noch 78 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erwirtschaftet und erst 9 Prozent an den 64 Standorten in Nordamerika.

In Corpus Christi (Texas) errichtet der oberösterreichische Konzern derzeit um 550 Mio. Euro eine Eisenschwammanlage. Ab kommendem Jahr sollen dort jährlich zwei Millionen Tonnen Eisenschwamm erzeugt werden - rund die Hälfte davon wird dann per Schiff an die Werke in Linz und Donawitz (Steiermark) zur Weiterverarbeitung geliefert. "Wir investieren massiv in Nordamerika - nicht nur in Texas, sondern auch in anderen Bereichen", betonte Eder und verwies etwa auf die gebündelten Automotive-Aktivitäten in Cartersville in der Nähe von Atlanta, wo die Voest bisher 60 Mio. Euro investiert hat. Bis 2020 will man dort "deutlich über 100 Mio. Euro" Umsatz erzielen.

Den Löwenanteil der nordamerikanischen Umsätze liefern derzeit die USA mit 810 Mio. Euro - mit deutlichem Abstand dahinter folgen Kanada mit 110 Mio. Euro und Mexiko mit 60 Mio. Euro. "Amerika ist für uns in den vergangenen Jahren mit knapp 1 Milliarde Umsatz schon ein ganz wichtiger Markt geworden", sagte der voestalpine-Chef. Von den weltweit 47.500 Mitarbeitern sind 2.857 in Nordamerika beschäftigt. Derzeit befänden sich 13 Prozent der voestalpine-Aktien in Händen amerikanischer Anleger.

Der gesamte Konzernumsatz soll sich bis 2020 von zuletzt gut 11 Mrd. Euro auf 20 Mrd. Euro fast verdoppeln, so die Zielsetzungen aus dem Jahr 2012, als man noch an eine anhaltende Konjunkturerholung glaubte. "Die 20 Milliarden sind nicht in Stein gemeißelt", räumte Eder gestern ein.

New York (APA/dpa) - Tesla-Chef Elon Musk hat mit seinen waghalsigen Tweets zum möglichen Börsenabgang seiner Firma einem Fernsehbericht zufolge nun offizielle Untersuchungen der US-Börsenaufsicht ausgelöst. Die Investoren schicken daraufhin die Tesla-Aktie auf Talfahrt.
 

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US-Börsenaufsicht lädt alle Tesla-Vorstände vor - Bericht

Wien (APA) - Der in London börsennotierte Feuerfestkonzern RHI Magnesita hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Geschäft gemacht und gut verdient. Geholfen haben Preiserhöhungen, aber auch die gelieferten Mengen legten zu. RHI Magnesita profitierte von den US-Strafzöllen auf Stahlimporte, die zu einer höheren lokalen Produktion und damit zu mehr Magnesitimporten führten.
 

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RHI Magnesita mit gutem Halbjahr auch dank US-Stahlzöllen

Wellington (APA/AFP) - Im Kampf gegen einen massiven Anstieg der Immobilienpreise sollen Ausländer in Neuseeland künftig nur noch in Ausnahmefällen Wohneigentum kaufen können. Durch ein am Mittwoch verabschiedetes Gesetz, mit dem Regierungschefin Jacinda Ardern ihr Wahlkampfversprechen für erschwinglichen Wohnraum umsetzen will, wird der Erwerb von Häusern durch Nicht-Neuseeländer deutlich eingeschränkt.
 

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Neuseeland schränkt Kauf von Wohneigentum durch Ausländer ein