Metro trennt sich von Großmärkten in Griechenland

Düsseldorf - Der Handelsriese Metro kehrt seinem Großmarkt-Geschäft in Griechenland den Rücken. Die neun Märkte mit rund 1.000 Beschäftigten und die zugehörigen Immobilien gingen an den griechischen Wettbewerber Sklavenitis, teilte Metro am Dienstag mit.

Der Unternehmenswert liege bei rund 65 Mio. Euro, doch dem Gewinn des Konzerns wird der Verkauf nicht auf die Sprünge helfen: Metro erwarte beim operativen Ergebnis (Ebit) nur einen "neutralen Effekt", hieß es weiter. Konzernchef Olaf Koch räumt mit dem Verkauf weiter auf im weitverzweigten Metro-Reich. Er will die Geschäfte auf Länder konzentrieren, in denen das MDax-Unternehmen eine starke Marktposition auf- oder ausbauen kann. Die Investoren zeigten sich von dem Verkauf wenig beeindruckt: Metro-Aktien notierten am Nachmittag nahezu unverändert bei 27,40 Euro.

Metro war seit 1992 in Griechenland vertreten. In der Vergangenheit hatte der Konzern aber immer wieder über die Konsumschwäche im von der Euro-Schuldenkrise gebeutelten Südeuropa geklagt. Metro habe in Griechenland allein keine langfristige Wachstumsperspektive eröffnen können, räumte Koch nun ein. Sklavenitis verfüge dort mit seinen rund 110 Standorten über andere Perspektiven. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen, in der ersten Jahreshälfte 2015 wird der Abschluss der Transaktion erwartet.

Konzern-Chef Koch hatte erst im August einen Schlussstrich unter das Engagement in Vietnam gezogen. Auch aus dem Großmarktgeschäft in Dänemark zieht sich Metro zurück. Gänzlich verabschiedet sich das Unternehmen indes nicht aus Griechenland: Die Tochter Media-Saturn ist dort weiter vertreten. Europas größter Elektronikhändler betreibt in Griechenland zehn Märkte.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro