Metro-Chef bekräftigt Gewinnprognose nach Wende bei Media-Saturn

Düsseldorf - Das frühere Metro-Sorgenkind Media-Saturn konnte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 von 3,6 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro steigern. Bei Media-Saturn steht Metro-Chef Olaf Koch dennoch weiter vor Herausforderungen. Der Metro-Konzernchef liegt im Dauer-Clinch mit dem Media-Saturn Mitgründer Erich Kellerhals.

"Das Geschäftsjahr 2014/15 markiert eine Zeitenwende für die Metro Group", bilanzierte Metro-Chef Olaf Koch. "Wir haben es geschafft, wieder Dynamik in unser Kerngeschäft zu bringen." Koch hat dem Konzern Wachstum im wichtigen Online-Geschäft verordnet, Hoteliers und Kunden aus der Gastronomie sollen zudem verstärkt direkt mit Waren versorgt werden. Damit will Koch den Umsatz ankurbeln. Flächenbereinigt konnte Metro die Erlöse in den Großmärkten im Geschäftsjahr steigern. Das Großmarktgeschäft macht rund die Hälfte des Konzern-Umsatzes aus.

Koch bestätigte für das abgelaufene Geschäftsjahr die Prognose ausdrücklich, den operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren aus fortgeführten Aktivitäten gegenüber den 1,531 Mrd. Euro aus dem Vorjahr leicht zu steigern. Nach dem Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an den nordamerikanischen Konzern Hudson's Bay habe Metro zudem Geld für Zukäufe, unterstrich er. Rund 1,75 Mrd. Euro sind aus der Veräußerung in die Kassen der Metro geflossen. Das Kerngeschäft rund um die Großhandelsmärkte (C&C) und Europas größte Elektronikmarktkette Media-Saturn sowie das Online-Geschäft sollen nun ausgebaut werden.

Der deutsche Handelskonzern befindet sich im Umbruch. Aber auch im Aktionärskreis gibt es Veränderungen, der langjährige Ankerinvestor Haniel schmilzt seinen Anteil ab. Firmenpatriarch Franz Markus Haniel will nach der Metro-Hauptversammlung im Februar 2016 seinen Posten als Aufsichtsratschef abgeben, der ehemalige Chef des weltgrößten Schokolade- und Kakao-Herstellers Barry Callebaut, Jürgen Steinemann, soll dann an der Spitze des Metro-Aufsichtsrats Kochs' Wirken überwachen.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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Wiener Kino-Gruppe Cineplexx expandiert am Balkan