Metallrecycler Befesa macht mit Börsenplänen ernst

Der deutsch-spanische Metallrecycler Befesa strebt an die Frankfurter Börse. Der Sprung aufs Parkett sei für das laufende Quartal geplant, teilte der Börsenaspirant am Freitag mit. Der Finanzinvestor Triton, der Befesa 2013 für rund 1,1 Mrd. Euro einschließlich Schulden von der spanischen Abengoa kaufte, hatte statt des Börsengangs auch einen Verkauf des Unternehmens geprüft.

Befesa dürfte mit 1,3 bis 1,6 Mrd. Euro ohne Schulden bewertet werden, wie zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Befesa recycelt Wertstoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Den Stahlkonzernen nimmt das Unternehmen den umweltschädlichen Stahlstaub ab, kassiert dafür eine Gebühr, und gewinnt bei dessen Aufbereitung Zink. Das Metall verkauft Befesa unter anderem an Rohstoffhändler wie Glencore. Ähnlich läuft das Geschäft mit der Aluminiumindustrie, für die Befesa Salzschlacke recycelt. 2016 kam Befesa auf einen Umsatz von 612 Mio. Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) lag bei 133 Mio. Euro, davon stammten rund 80 Prozent aus dem Geschäft mit dem Stahlstaub.

Wie viele Aktien platziert werden, ließ Befesa offen. Das Unternehmen erwarte nach dem Börsengang einen ausreichenden Streubesitz, hieß es lediglich. Sämtliche angebotenen Aktien sollen aus dem Bestand von Triton stammen, Befesa selbst fließen durch die Börsennotierung also keine Erlöse zu. Der Finanzinvestor, der mehr als 90 Prozent an Befesa hält, wolle in erheblichem Umfang investiert bleiben.

Wachstumschancen sieht der Metallrecycler angesichts der strengeren Umweltvorschriften insbesondere in Asien. Bislang liegt der Schwerpunkt des Geschäfts auf Spanien und Deutschland. Nach dem Börsengang will Befesa 40 bis 50 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten.

Begleitet wird der Börsengang federführend von Citigroup, Goldman Sachs und J.P. Morgan. Befesa war bereits von 1998 bis 2011 an den Aktienmärkten in Madrid und Bilbao notiert.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

Newsticker

Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

Newsticker

Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

Newsticker

EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen