Metaller-KV - Arbeitgeber überlegen "freiwillige Lohnerhöhungen"

Wien (APA) - Nachdem es in der Nacht auf Freitag zu keiner Einigung in den Metaller-KV-Verhandlungen gekommen ist, gibt es ab Montag Warnstreiks in Betrieben der Metalltechnischen Industrie (FMMI). Dafür werden zuletzt lediglich unterbrochene Betriebsversammlungen wieder aufgenommen. Die Arbeitgebervertreter überlegen nun, ihren Betrieben "freiwillige Lohn-/Gehaltserhöhungen zu empfehlen".

Beide Verhandlungsseiten - Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter - haben ihre Standpunkte zu den derzeit unterbrochenen KV-Verhandlungen im Ö1-"Morgenjournal" bekräftigt. Die Warnstreiks richteten sich nicht gegen die ÖVP/FPÖ-Regierung, sagte PRO-GE-Chef Rainer Wimmer (FSG) zum Vorgehen der Gewerkschaft. "Es geht einfach darum, für die Kolleginnen und Kollegen ein ordentliches Ergebnis zu erzielen - wie alle Jahre und so ist es natürlich auch heuer." Man wolle von den Arbeitgebern ernst genommen werden.

Während Wimmer bekräftigte, dass sich die Gewerkschaften nicht ernst genommen fühlten und ein telefonisches Angebot der Arbeitgeber nach der Verhandlungsunterbrechung als ebenso nicht ernst zu nehmend kritisierte, sah Arbeitgebervertreter Christian Knill dieses Angebot weiter als fair an. Die Gewerkschaften wollten eine Kampagne fahren, kritisierte Knill. Die Arbeitgeber boten ein Lohn-/Gehaltsplus von 2,7 Prozent und Zugeständnisse im Rahmenrecht. "Wir waren der Meinung, unser Abgebot ist fair", sagte Knill Donnerstagnacht im Gespräch mit der APA. Samt Zugeständnissen im Rahmenrecht "wäre das Gesamtangebot bei mehr als 3 Prozent gelegen."

Beide Seiten gingen gestern wie auch heute davon aus, dass man sich schon wieder zusammensetzen werde. Der erste Schritt liegt aus Sicht der Arbeitgeber nun aber bei den Arbeitnehmern, um einen neuen Termin zu finden. "Sollten die Gewerkschaften nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren (...), denkt der Fachverband daran, den Mitgliedsbetrieben in den nächsten Tagen zu empfehlen, freiwillige Erhöhungen der Löhne und Gehälter in Höhe von 2,7 Prozent rückwirkend per 1.11. durchzuführen", teilte die Arbeitgeberseite in der Nacht in einer Aussendung mit. Ein ähnliches Vorgehen gab es zuletzt rund um den Eisenbahner-KV und rief massive Kritik der dortigen Gewerkschaft vida hervor.

Während der Warnstreiks werde sich zeigen, wie lange diese dauern. Die Streiks dürften zumindest bis Mittwoch laufen und so die KV-Gespräche in kleineren Metallerbranchen begleiten, die für Montag, Dienstag und Mittwoch angesetzt sind. Auch dort werde der Druck erhöht, kündigte Wimmer schon gestern nach Abbruch der Verhandlungen an. In der Metalltechnischen Industrie arbeiten gut 130.000 Menschen, in den fünf weiteren, viel kleineren Metallerbranchen sind es noch einmal rund 60.000. "Wir werden den gemeinsamen KV (für alle Metaller der verschiedenen Unterbranchen mit insgesamt gut 190.000 Mitarbeitern, Anm.) mit ganzer Kraft verteidigen", sagte Wimmer.

Wien (APA) - 5G ist derzeit noch Zukunftsmusik. Denn die entsprechenden Frequenzen werden erst vergeben. Immerhin einen Vorgeschmack auf die nächste Mobilfunkgeneration kann man sich in Wien aber schon holen: Die Anbieter A1, T-Mobile und Drei testen am Rathausplatz in Kooperation mit der Stadt eine Art Vorstufe zur 5G-Technologie. Erkenntnisse sollen dann in den Versorgungsausbau einfließen.
 

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Daten-Labor Christkindlmarkt: Wien testet 5G-Vorstufe am Rathausplatz

Wien (APA) - Wien hat im Oktober einen neuerlichen Nächtigungsrekord erzielt. Mit 1,5 Mio. Gästenächtigungen wurde der Vergleichsmonat 2017 um 6,9 Prozent übertroffen, teilte der Wien-Tourismus am Dienstag in einer Aussendung mit. Für den Zeitraum Jänner bis Oktober 2018 ergeben sich damit 13,5 Mio. Nächtigungen, was ein Plus von 4,1 Prozent bedeutet.
 

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Wien erzielte neuen Nächtigungsrekord im Oktober

Gibraltar/Madrid (APA/dpa) - Spanien will nach den Worten von Ministerpräsident Pedro Sanchez die Zustimmung zum Brexit-Abkommen verweigern, falls es in dem Entwurf keine Veränderungen bezüglich der Gibraltar-Frage gibt. Spanien werde mit "Nein" votieren, wenn der Artikel 184 des Deals nicht überarbeitet und das Abkommen am Sonntag in seiner jetzigen Form zur Abstimmung unterbreitet werde, erklärte der Sozialist am Dienstag.
 

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Brexit - Gibraltar-Frage: Spanien droht mit Nein zu Abkommen