Metaller-KV - IV-Präsident: "4-Prozent-Forderung völlig absurd"

Wien (APA) - Heute gehen die Verhandlungen für den neuen Kollektivvertrag (KV) in der Metalltechnischen Industrie in die sechste Runde. Im Vorfeld hat der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, die Forderung der Gewerkschaft nach einer Gehalts- und Lohnerhöhung von vier Prozent als "völlig absurd" und "von vorne herein unrealistisch" bezeichnet.

Die derzeitige Situation bezeichnete Kapsch im Klub der Wirtschaftspublizisten als "aufgeheizt". Er outete sich als Freund von höheren Einmalzahlungen anstatt von generellen Lohn- und Gehaltserhöhungen, deren mittelfristige Auswirkungen nicht abschätzbar seien. Er bekräftigte auch einmal mehr, gegen die Pflichtmitgliedschaft bei Sozialpartnern wie der Wirtschaftskammer zu sein. Die Sozialpartnerschaft sei zudem nicht grundsätzlich mit den Kollektivverträgen bzw. den zugehörigen Verhandlungen gleichzusetzen.

An den designierten ÖVP-Wirtschaftsbund- und somit auch Wirtschaftskammerpräsidenten Harald Mahrer äußerte Kapsch einige Wünsche. Die Berechtigung der Wirtschaftskammer aus dem Jahr 1848 abzuleiten, wie dies Mahrer tat, davon hält Kapsch allerdings nichts, wie er ausführte. "Wenn man in bestimmte Positionen kommt, dann spricht man oft anders als vorher", kritisierte Kapsch: "Ich kannte ihn (Mahrer, Anm.) als Liberalen und nicht als Freund der Pflichtmitgliedschaft. Seit 1848 hat sich auch vieles geändert."

Von Mahrer erwartet Kapsch nun "eine wirkliche Reform in der Wirtschaftskammer, eine wirkliche Restrukturierung". Die Landeskammerbudgets und deren Vermögenshöhen seien überbordend - "ich frage mich, ob das Sparvereine sind", so Kapsch. Aber die WKÖ sei eine umgekehrte Pyramide, die Landeskammern seien die Wähler der Funktionäre im Bund. Daran krankt aus Kapsch' Sicht schlussendlich "das ganze politische System im Land".

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren