Metaller-KV - Industrie: 4-Prozent-Wunsch "Zeichen von Unvernunft"

Wien (APA) - Der Wunsch der Gewerkschaften nach einer vierprozentigen Kollektivvertragserhöhung für die Metallindustrie sorgt bei den Arbeitgebern für Kopfschütteln. "Diese Forderungen sind weit entfernt von jeder wirtschaftlichen Vernunft", kritisierte Christian Knill, Fachverbandsobmann der Metalltechnischen Industrie. Diese Zahl spiegle weder die Höhe der Inflation noch die Produktivität wider.

Knill vermutet hinter der 4-Prozent-Forderung auch innenpolitische Gründe, dies sei "vermutlich der Intensivphase des Wahlkampfes geschuldet". Vielmehr sei es jetzt an der Zeit, nach schwierigen Jahren nach der Finanzkrise im Zuge der Lehman-Pleite, wieder verstärkt zu investieren. "Wir haben in den letzten Jahren den Boden aufbereitet, die ersten zarten Pflanzen sind gewachsen und es ist ein schwerer Fehler, hier gleich wieder einen Kahlschlag zu fordern," so Knill in einer Presseaussendung am Dienstag.

Sein Fachverband ist mit knapp 130.000 Beschäftigten der größte der insgesamt fünf Metallindustrieverbände und hat bereits vor zwei Wochen die Kollektivvertragsverhandlungen mit einer Gesprächsrunde gestartet. Kommenden Montag wird weiter verhandelt.

Im Vorjahr einigten sich die Arbeitgeber und Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie auf eine durchschnittliche Lohn- und Gehaltserhöhung von 1,68 Prozent. Niedrigverdiener erhielten um bis zu 2 Prozent mehr, für die höchsten Lohnstufen gab es ein Plus von 1,2 Prozent. Basis für das Feilschen ist traditionell die Inflationsrate der vergangenen 12 Monate, diese lag damals bei 0,8 Prozent.

In der heurigen Frühjahreslohnrunde, die von der Elektro- und Elektronikindustrie angeführt wurde, gab es Abschlüsse zwischen 1,4 und 1,7 Prozent. Damals lag die Teuerungsrate der vergangenen zwölf Monate bei 0,9 Prozent. Aktuell beträgt der Wert für die letzten zwölf Monate bei 1,8 Prozent.

Nach den Metallern folgt traditionell das Feilschen um die KV-Erhöhungen für die rund 500.000 Beschäftigten im Handel.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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