Metaller-KV - Arbeitnehmer: 12-Stunden-Tag wird thematisiert

Wien (APA) - Schon eine gute Woche vor Beginn der Metaller-KV-Verhandlungen beginnen sich die Wogen hochzuschaukeln. Die Chefverhandler der Arbeitnehmer, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp), warfen der Arbeitgeberseite nach ihrer Pressekonferenz am Dienstag vor, das "wirtschaftliche Top-Niveau und die enormen Erfolge der Unternehmen klein zu jammern". Dies entbehre jeder Grundlage.

Die Stimmung auf der Seite der Gewerkschaft ist aufgeheizt, seit die ÖVP/FPÖ-Regierung mit den NEOS eine Novelle des Arbeitszeitgesetzes beschlossen hat. Nach einer Protestwelle im Frühsommer wurde die Gültigkeit für den sogenannten 12-Stunden-Tag von 1. Jänner 2019 auf 1. September 2018 vorverlegt. Nun betonten die Gewerkschafter, "dass das neue unfaire Arbeitszeitgesetz und die künftigen Auswirkungen auf die Beschäftigten natürlich Thema bei den Kollektivvertragsverhandlungen sein werden".

"Neben kräftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen wird es Gegenforderungen zum 12-Stunden-Tag bzw. zur 60-Stunden-Woche geben", kündigten Dürtscher und Wimmer an. "Leitlinien dazu werden am 18. September bei einer ÖGB-Konferenz aller gewerkschaftlichen KollektivvertragsverhandlerInnen für alle Branchen fixiert." Dabei gehe es den Gewerkschaften etwa um Rechtssicherheit, Überstundenentlohnung und um ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit für die Beschäftigten bei der Arbeitszeit, etwa die 4-Tage-Woche oder längere Freizeitblöcke.

"Seit 1. September können Arbeitgeber ihre MitarbeiterInnen zwingen, 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. Auch wenn der FMTI das verneint, das neue Arbeitszeitgesetz wird natürlich negative Auswirkungen haben, etwa bei der Gleitzeit. Und der 12-Stunden-Tag wird spätestens dann Thema für die Unternehmen sein, wenn es für die Betriebe einen Wettbewerbsvorteil bedeutet, länger arbeiten zu lassen", so die beiden Gewerkschafter, die den Vorwurf der Arbeitgeber der Unseriosität zurückwiesen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker