Merkel will Eskalation im Handelsstreit mit USA vermeiden

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei ihren Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche eine Eskalation im Handelsstreit verhindern. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach heute, Freitag, in Berlin von einer "Angelegenheit großer Dringlichkeit".

Merkel trifft am 27. April im Weißen Haus in Washington mit US-Präsident Trump zusammen, es wird ihr zweiter Besuch nach der Amtsübernahme Trumps sein.

Bis zum 1. Mai ist die EU ausgenommen von erhöhten Zöllen auf Stahl und Aluminium, mit denen Trump die heimische Industrie schützen will. Diese leidet unter der Preiskonkurrenz insbesondere durch China. Vizekanzler Olaf Scholz hatte sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence in Washington zuversichtlich gezeigt, dass die Europäische Union dauerhaft von US-Strafzöllen ausgenommen bleiben könnte.

Merkel wolle in Washington die Position Deutschlands und der EU verdeutlichen, sagte Seibert. Die US-Zölle seien nicht berechtigt. Merkel trete für einen fairen und multilateralen Handel ein und gegen Protektionismus. Im Falle einer "Spirale" von Handelsstreitigkeiten würden alle Seiten verlieren.

Wirtschaft

Audi-Chef Stadler festgenommen

Wien (APA) - Harte Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite hat am Sonntagabend auch die ORF-Diskussion "Im Zentrum" zum Thema Arbeitszeit sichtbar gemacht. Arbeiterkammer und Gewerkschaft warnten vor einer Gefährdung von Freizeit, Familie und Gesundheit. Wirtschaftskammer und Industrie wiegelten ab, gestanden aber den Entfall von Zuschlägen bei den Regierungsplänen ein.
 

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Arbeitszeit - WK und IV bestätigen Wegfall von Gleitzeit-Zuschlägen

Wien/Aurora/Peking (APA) - Magna, kanadischer Autozulieferer mit Standort in Österreich, baut künftig Autos in China und entwickelt dort Elektroautos. Bisher hat Magna nur in Graz ganze Fahrzeuge gebaut. Dazu seien zwei Joint Ventures mit der Beijing Electric Vehicle Co geplant, teilte Magna am Montag mit. Der Produktionsstandort soll eine Kapazität von bis zu 180.000 Fahrzeugen pro Jahr haben.
 

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Magna will künftig in China bis zu 180.000 Autos bauen