Merkel weist Kritik an zu großer Gasabhängigkeit von Russland zurück

Tiflis (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Kritik einer zu großen Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas widersprochen. "Wir sehen schon, dass wir uns nicht in Abhängigkeit bringen", sagte Merkel am Freitag in der georgischen Hauptstadt Tiflis in einer Diskussion mit Studenten. Man beziehe Gas aus Norwegen, Großbritannien oder den Niederlanden.

Parallel zum Bau der Nordstream-2-Pipeline werde der Bau eines LNG-Terminals für Flüssiggas in Deutschland vorangetrieben.

"Die Abhängigkeit wird jetzt nicht dramatisch wachsen durch Nordstream 2", betonte die Kanzlerin. Das Projekt habe auch eine wirtschaftliche Komponente, weil es Gas aus anderen Gasfeldern aus Russland gen Westen liefern solle. Gas werde schon aus Klimaschutzgründen "über die nächsten Jahrzehnte" eine Rolle spielen, um Kohle zu ersetzen. Deutschland bestehe aber darauf, dass die Ukraine weiter Transitland für russisches Gas bleiben müsse.

Hintergrund ist der Streit um den Bau der Pipeline durch russische und europäische Firmen unter Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom. Die USA, Polen und die Ukraine lehnen die Röhre ab. Die Ukraine fürchtet vor allem den Verlust der Transitgebühren. Die USA warnen vor einer zu starken Abhängigkeit Europas von russischem Gas.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte