Merkel verteidigt Macrons Arbeitsmarktreformen

Berlin/Paris (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich hinter die umstrittenen Arbeitsmarktsreformen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gestellt. "Wir unterstützen die Reformbemühungen, die Frankreich eingeleitet hat", sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit dem französischen Ministerpräsidenten Edouard Philippe.

Gerade die Arbeitsmarktreform sei in einem entscheidenden Stadium. Sie sei überzeugt, dass die Reformen gut für die Menschen in Frankreich seien, auch wenn man in Deutschland wisse, dass positive Effekte mit etwas Zeitverzögerung einträten.

Angesichts der neuen angekündigten Streikwelle in Frankreich fügte Merkel hinzu: "Ich will nur hervorheben, dass ich es als sehr, sehr bedeutsam erachte, dass Emmanuel Macron in dem Wahlkampf ganz klar gesagt hat, welche Reformen er machen möchte in welchem Zeitablauf." Dies liefere eine "unglaublich starke Legitimation" für die nun begonnenen Reformen. "Das halte ich erst einmal für eine sehr, sehr gute Grundlage."

Philippe verteidigte die Reformen ebenfalls und betonte, er sehe auch Protest dagegen als legitim an. Er appelliere aber an die Demonstranten, zu akzeptieren, dass sich die Franzosen bei der Präsidentschaftswahl mehrheitlich für "Bewegung" und nicht für "Stillstand" entschieden hätten.

Linke Gewerkschaften wie die CGT hatten bereits am Dienstag gegen die Arbeitsmarktreformen protestiert und weitere Proteste angekündigt. Der Protest der Straße gilt als eine der schwierigsten Herausforderungen für Macron bei der Umsetzung der geplanten Reformen. Die Gewerkschaften sind in Frankreich traditionell sehr stark. Dieses Mal weigern sich jedoch zwei von ihnen, darunter Frankreichs größte Gewerkschaft CFDT, sich an dem Protest zu beteiligen. Die CGT ist die zweitgrößte Gewerkschaft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro