Merkel und Modi für Freihandelsabkommen zwischen Indien und EU

Berlin/Neu-Delhi - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der indische Ministerpräsident Narandra Modi haben sich für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ausgesprochen. Modi beklagte am Dienstag während eines Besuchs bei Merkel in Berlin, dass die Gespräche unterbrochen sind.

"Ich wünsche mir, dass diese Verhandlungen wieder aufgenommen werden und wir zu einer gegenseitig vorteilhaften Lösung kommen." Auch die deutsche Kanzlerin sprach von einem gemeinsamen Interesse, die Gespräche fortzusetzen. Ein entsprechender Passus findet sich auch in einer gemeinsamen Erklärung beider Regierungen, die zum Abschluss des dreitägigen Besuchs Modis in Deutschland beschlossen worden war.

Es gibt unterschiedliche Versionen, wieso die Gespräche seit 2013 stocken. Die EU weist Indien die Verantwortung zu. Die Regierung in Neu-Delhi hatte dagegen darauf verwiesen, dass die EU-Kommission weitere Gespräche abgesagt habe. "Dabei hakt es nicht nur an der traditionell sehr harten Verhandlungsposition Indiens", sagte die Indien-Expertin des Ostasienvereins der deutschen Wirtschaft, Doris Hillger, der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Kapazität der EU-Kommission ist zudem durch die Verhandlungen der Abkommen mit den USA und Kanada völlig ausgelastet." Allerdings heißt es in EU-Kreisen, Indien bevorzuge statt eines umfassenden Abkommens eine schrittweise Lockerung protektionistischer Vorschriften.

Sowohl Merkel als auch Modi hatten sich mit dem seit drei Jahren rückläufigen Handel beider Länder unzufrieden gezeigt, der 2014 auf ein Volumen von 16 Mrd. Euro gefallen war.

München (APA/Reuters) - Siemens will beim Aufbau einer groß angelegten Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Europa helfen. Der deutsche Industriekonzern beteiligt sich mit 10 Millionen Euro an dem schwedischen Start-up-Unternehmen Northvolt, das dort in den nächsten Jahren eine Batteriefabrik bauen will, wie beide Firmen am Freitag in München mitteilten.
 

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Siemens beteiligt sich an Bau von Batteriefabrik in Schweden

Stuttgart (APA/Reuters) - Daimler könnte vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach einem Bericht des "Spiegel" zum Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen verdonnert werden. Das KBA gehe dem Verdacht nach, dass bei diesen Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung der Abgasreinigung manipulierten, berichtete das Magazin am Freitag.
 

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Daimler droht Massenrückruf wegen Diesel

Wien/Sattledt (APA) - Der Diskonter Hofer plant in Maxglan in Salzburg den Bau seiner Osteuropa-Zentrale mit rund 350 Jobs im Endausbau, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag. Hintergrund für den Neubau sei, dass der derzeitige Hofer-Bürostandort mit 170 Mitarbeitern aus allen Nähten platze. Der neue Bürokomplex mit über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.
 

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Diskonter Hofer plant Osteuropa-Zentrale in Salzburg mit 350 Jobs