Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.

Er habe keinen Haushalt und keine parlamentarische Kontrolle. "Das Schlagwort Finanzminister hat bisher gar keinen Unterbau." "Wir tendieren jetzt dazu, ihn eher in den Europäischen Haushalt zu integrieren", sagte Merkel mit Blick auf die zwischen Deutschland und Frankreich verabredete Eurozonen-Etatlinie. Dann könne auch das Europäische Parlament diesen Haushalt kontrollieren. Es wäre sehr kompliziert, eine neue parlamentarische Kontrolle innerhalb der Eurozone aus derzeit 19 Ländern zu schaffen. Merkel verteidigte die Idee einer Finanzlinie für die Eurozone, weil die Länder der Währungszone sich in ihrer Wirtschaftskraft annähern müssten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plädiert eher für ein eigenes Eurozonen-Budget, das allerdings auch von den meisten anderen Euro-Ländern abgelehnt wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte