Merkel erwartet im Juni Einigung zu Asylsystem - EU "Schwung" geben

Brüssel/London (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet beim EU-Gipfel im Juni eine Einigung über ein europäisches Asylsystem sowie Fortschritte bei grundlegenden Reformen in der Eurozone. Ziel sei es, Europa "neuen Schwung" zu verleihen, sagte Merkel am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel. Die EU meine es "sehr ernst" mit ihrer Agenda. "Wir sind gut beschäftigt."

Merkel strebt eine solidarischere Asylpolitik in der EU an - derzeit legen sich aber vor allem osteuropäische EU-Mitglieder bei den Bemühungen der Kanzlerin um eine gleichmäßige Lastenverteilung quer.

Zur Reform der Eurozone hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ehrgeizige Vorschläge gemacht. Merkel und Macron hatten vor einer Woche in Paris angekündigt, bis zum EU-Gipfel in Juni gemeinsame Vorschläge für eine Neuaufstellung der Europäischen Union zu machen.

Es seien bereits einige strukturelle Ideen entwickelt worden, sagte Merkel. Sie nannten die Bankenunion sowie einen Umbau des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zu einer neuen Institution. Sie werde sich dazu im April erneut mit Macron treffen. Merkel zufolge wird es bis Juni vor allem Fortschritte bei der Bankenunion geben.

Bei den Verhandlungen mit dem ausscheidenden Mitglied Großbritannien hob Merkel die Einigkeit der EU-27 hervor. Es sei positiv, dass dieser "bedauerliche Prozess" in der Vergangenheit gemeinsam gestaltet worden sei, sagte sie am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel mit Blick auf den Brexit. Nun müsse man mit London "ein sehr intensives Freihandelsabkommen" verhandeln. "Wir werden uns hier nicht auseinanderdividieren lassen", betonte Merkel.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor