Merkel: Nach Geely-Daimler-Einstieg Prüfung der Transparenzpflicht

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sieht "auf den ersten Blick" keine Verstöße beim Einstieg chinesischer Investoren beim Autokonzern Daimler. "Die Frage, die hier sicherlich nochmal zu klären ist: Gibt es Lücken in der Transparenz der Meldepflichten", sagte Merkel am Dienstag in Berlin. "Das wird jetzt sicherlich auf die Tagesordnung kommen." Dies prüfe nun die Finanzaufsichtsbehörde BaFin.

Deutschland sei offen gegenüber Handelspartnern und Investoren. "Insgesamt geht es uns darum, eine zukunftsfähige Automobilindustrie in Deutschland zu halten - das ist allerdings unser politisches, strategisches Ziel", sagte Merkel. Die Politik wolle dafür für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen, auch mit Blick auf die Arbeitsplätze.

Insgesamt sieht Merkel (CDU) den Einstieg des chinesischen Geely-Konzerns beim Stuttgarter Autobauer Daimler gelassen. "Da sind wir jetzt als Politik nicht gefragt." Man sei "offen gegenüber Handelspartnern und sehen jetzt auf den ersten Blick nicht irgendwelche Verstöße", fügte Merkel an. Es gebe schließlich auch kuwaitische Investoren bei Daimler. "Insgesamt geht es eben darum, eine zukunftsfähige Automobilindustrie in Deutschland zu halten." Das sei das Ziel der deutschen Regierung und dafür wolle sie auch mit Blick auf Arbeitsplätze die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker