MeinFernbus will Europa erobern und innerhalb Frankreichs fahren

Der deutsche Marktführer MeinFernbus startet eine Europa-Offensive und will die Zahl seiner internationalen Routen mehr als verdreifachen. Im Visier habe man in diesem Jahr neben Skandinavien vor allem Italien und die Benelux-Länder, kündigte Geschäftsführer André Schwämmlein am Dienstag in Berlin an: "Wir werden das europäische Fernbusunternehmen." In den Benelux-Ländern werde man schon 2015 Marktführer.

Verstärkt wolle MeinFernbus Strecken innerhalb und zwischen anderen europäischen Staaten anbieten. Zudem rüste man sich für die Öffnung des innerfranzösischen Marktes: "Wenn wir etwas machen, dann machen wir es, um dort Marktführer zu werden", sagte Schwämmlein. In Deutschland dominiert die Anfang des Jahres fusionierte Firma MeinFernbus/Flixbus den Markt mit rund 75 Prozent.

Im deutschen Fernverkehr spürt vor allem die Bahn die Konkurrenz. Sie rechnet mittelfristig mit Umsatzeinbußen von rund 250 Millionen Euro pro Jahr. Fernbusse sind zwar meist länger unterwegs, jedoch deutlich günstiger und gelten als ebenso umweltfreundlich wie Züge. Um den Zeit-Nachteil einzudämmen, will MeinFernbus verstärkt Express-Busse ohne Zwischenstopps sowie Nachtverbindungen anbieten. Zum Sommer kommen auch Dänemark und Schweden ins Netz, außerdem werden von Süddeutschland aus eine Reihe italienischer Städte wie Mailand, Venedig oder Rom angefahren.

Im Westen soll Paris eine zentraler Anlaufpunkt werden. Zunächst sollen neue Busse aus Deutschland und den Benelux-Ländern die Stadt anfahren. Zugleich bereite man sich auf die Öffnung des Marktes für Verbindungen innerhalb Frankreichs vor. Die Regierung des Landes hat angekündigt, nach dem Vorbild Deutschlands die Einschränkungen zum Schutz der Bahn aufzuheben.

Die Liberalisierung in Deutschland im Jahr 2013 hatte zu rasant steigenden Passagierzahlen für die Bahn-Konkurrenten geführt. MeinFernbus/Flixbus will in diesem Jahr sowohl die Zahl der Busse im Vergleich zu 2014 auf 1000 als auch die Zahl der Fahrgäste auf bis zu 20 Millionen fast verdoppeln. 2012, im Jahr vor der Liberalisierung, hatte die Unternehmen nur 200.000 Passagiere befördert.

Die Lokführerstreiks hätten dem Unternehmen in den vergangenen Monaten beim Wachstum geholfen, räumte Schwämmlein ein: "Das war ein wahnsinniger Schub", sagte er. "Wir haben extrem profitiert, vor allem bei Neukunden." Teilweise habe es drei bis viermal so viele Buchungen gegeben. Nach MeinFernbus sind der Postbus sowie Berlinienbus der Deutschen Bahn die größten Firmen auf dem Markt. Der Staatskonzern will zum einen das Angebot von Berlinienbus bis Mitte 2016 vervierfachen, zum anderen eine Angebotsoffensive für Fahrten mit IC und ICE starten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen