Mehrheit würde Dieselauto bei Kostenübernahme umrüsten lassen

Berlin (APA/AFP) - Eine deutliche Mehrheit der deutschen Dieselbesitzer ist zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen. Wie eine durch den deutschen Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gegebene Umfrage ergab, würden 86 Prozent der Befragten ihr Auto technisch umrüsten lassen, wenn die Kosten übernommen werden.

Die Umfrage durch das Institut Kantar lag der AFP am Montag vor. Am Dienstag findet das zweite Dieseltreffen mit den Kommunen statt.

Wie die Befragung weiter ergab, sind nur noch 49 Prozent zur technischen Umrüstung bereit, wenn die Hersteller nur einen Teil der Kosten und Garantien übernehmen - ebenso viele Befragte wären bereit, selbst einen Teil der Kosten zu tragen. Kantar befragte im Oktober und November 1.052 Dieselbesitzer.

Vzbv-Präsident Klaus Müller sagte der Nachrichtenagentur AFP vor dem Hintergrund des anstehenden Dieseltreffens, oberstes Ziel sei es, "Fahrverbote für Dieselautos" in belasteten Städten zu verhindern. Deshalb müssten Autos weniger Stickoxid ausstoßen, und freiwillige Software-Updates reichten dafür nicht aus. Im Fall von technischen Umrüstungen dürften Verbraucher aber "keinesfalls auf den Kosten sitzen bleiben", erklärte Müller.

Im Kanzleramt findet am Dienstag das zweite Treffen von Politik und Kommunen statt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bürgermeistern betroffener Städte nehmen auch eine Reihe von Bundesministern und Ministerpräsidenten der Länder teil. Dabei dürfte es vor allem um die Verwendung von Geldern aus dem sogenannten Mobilitätsfonds gehen, den Regierung und Hersteller vereinbart haben.

Merkel müsse "die Verursacher des Dieselskandals endlich in die Pflicht nehmen", fordert Müller. Die Hersteller hätten "dreckige Autos produziert" und müssten nun "eine saubere Lösung finanzieren". Dabei müssten sie "vollständig die Kosten für technische Nachrüstungen" übernehmen und für die Folgen der Umrüstungen geradestehen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen