Mehrheit fordert Pflicht zur Steuertransparenz für Konzerne - Umfrage

Die Mehrheit der Deutschen will einer Umfrage zufolge wissen, wo internationale Großkonzerne ihre Steuern zahlen. Vier von fünf Deutschen forderten mehr Transparenz, teilte die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam am Mittwoch unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid mit.

Der Aussage "International tätige Unternehmen sollten dazu verpflichtet werden, öffentlich zu machen, wo sie ihre Gewinne erzielen und welche Steuern sie darauf bezahlen" stimmten demnach 58 Prozent der Befragten vollständig und weitere 22 Prozent weitgehend zu.

"Diese Zahlen sind ein klarer Auftrag an die Bundesregierung, für mehr Steuertransparenz zu sorgen", erklärte der Oxfam-Experte für Entwicklungsfinanzierung, Tobias Hauschild. Angesichts der jüngsten Steuerskandale wollten die Menschen wissen, wo Konzerne ihre Gewinne erzielten und wie viel Steuern sie darauf zahlten.

Die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, dass sich die G-7-Finanzminister bei ihrem Treffen in Dresden am Donnerstag und Freitag für eine öffentliche länderbezogene Berichterstattung von Unternehmen aussprechen, forderte Oxfam. Der Organisation zufolge entgehen armen Ländern durch Steuervermeidung von Konzernen jährlich dreistellige Milliardensummen für die Armutsbekämpfung. Für die Umfrage hatte TNS Emnid im Auftrag von Oxfam Mitte Mai gut tausend Menschen befragt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte