Mehrheit der Katalanen gegen eine Abspaltung

Madrid - Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien ab, zeigt eine am Freitag von Metroscopia veröffentlichte Umfrage. Am Dienstag hatte die lokale Regierung ihre Pläne für den Unabhängigkeitsprozess vorgestellt. Innerhalb von 18 Monaten solle dies zu einem unabhängigen katalanischen Staat führen.

Die Unterstützung der Unabhängigkeits-Pläne in der Bevölkerung sank von 45 Prozent auf 41 Prozent. Die Mehrheit der Katalanen wolle weiterhin in Spanien bleiben, vorausgesetzt es gebe eine Steuerreform zugunsten der Region und einen verstärkten Schutz der katalanischen Sprache und Kultur. Die Umfrage zeigte auch, dass die Unterstützung für Regionalpräsident Artur Mas stark gesunken ist - fast dreiviertel der Befragten wollen eine andere Regierungsspitze.

Die Befürworter einer Loslösung von Madrid - das Bündnis "Zusammen für das Ja" (Juntos por el si) von Mas und die linksradikale CUP - verfügen seit der Wahl Ende September über die absolute Mehrheit im Regionalparlament. Aufgrund von Differenzen darüber, wer an der Spitze eines unabhängigen Kataloniens stehen solle, konnte bis jetzt noch keine Regierung gebildet werden. Neuwahlen in Katalonien sind deshalb nicht auszuschließen.

Die Zentralregierung in Madrid stemmt sich einer Unabhängigkeit Kataloniens erbittert entgegen. Der konservative Regierungschef Mariano Rajoy verwies auf die Verfassung, die eine Abspaltung verbieten würde.

Angesichts der für 20. Dezember bevorstehenden Parlamentswahlen traf sich Rajoy am Donnerstag mit dem sozialistischen Oppositionsführer Pedro Sanchez. Ein weiteres Treffen mit den Parteispitzen von Podemos und Ciudadanos ist für Freitag angesetzt. Sein Ziel sei eine Einigung darüber, die Katalonien-Frage nicht für den Wahlkampf zu missbrauchen. Alle vier Parteien sind gegen eine Abspaltung Kataloniens, wobei Podemos ein entsprechendes Referendum unterstützen würde.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs