Mehrheit der deutschen Beschäftigten möchte Arbeitszeit reduzieren

Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland möchte einer Studie zufolge weniger arbeiten. Über 50 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten mindestens 40 Stunden pro Woche, wie aus einer am Mittwoch in Hamburg vorgelegten Studie des Karrierenetzwerks Xing hervorging. Im Durchschnitt würden Arbeitnehmer aber gerne nur rund 35 Stunden pro Woche arbeiten.

Der Studie zufolge ist Sicherheit im Arbeitsleben den meisten Beschäftigten deutlich wichtiger als Selbstbestimmung. Anders würden dies sogenannte "Wissensarbeiter" sehen. Darunter verstehen die Studienautoren Arbeitnehmer mit akademischem Abschluss und einem überdurchschnittlichen Verdienst von 3.000 Euro brutto und mehr, die etwa in der Kreativwirtschaft oder in der höheren Verwaltung sowie der Wissenschaft arbeiten. Ihnen sei außerdem überproportional wichtig, dass die Produkte oder Leistungen des Arbeitgebers zum Gemeinwohl beitragen und sie sich mit dem Unternehmen identifizieren können.

Ihre finanzielle Situation beurteilen Arbeitnehmer in Deutschland demnach deutlich differenzierter: 46 Prozent erklärten, von ihrem Gehalt "gut leben" zu können; 40 Prozent hielten ihren Lohn für angemessen. Allerdings glaubt der Studie zufolge nicht einmal jeder Dritte, dass er vom eigenen Gehalt eine Familie alleine ernähren könnte. Bei den Frauen liege dieser Wert sogar nur bei 16 Prozent.

Gut die Hälfte der Arbeitnehmer bewerten ihre Vorgesetzten positiv. Außerdem schätzen sie laut Studie Vielfalt am Arbeitsplatz: 91 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass es eine Bereicherung ist, mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzuarbeiten.

Für die repräsentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Statista im März und April 2015 im Auftrag von Xing 4.000 Beschäftigte aller Berufsklassen. Erste Ergebnisse der Studie wurden bereits vergangene Woche bekannt: Demnach erwartet fast die Hälfte der Chefs Überstunden von ihren Arbeitnehmern. 30 Prozent der Beschäftigten gaben zudem an, dass ihr Arbeitgeber ihnen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht entgegenkommt.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs