Mehrere arabische Länder stützen Jordanien mit Milliarden-Darlehen

Riad (APA/AFP) - Das unter einer Wirtschaftskrise leidende Jordanien erhält nun auch finanzielle Hilfe von mehreren arabischen Ländern. Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate boten der Regierung in Amman 2,5 Milliarden US-Dollar (2,13 Milliarden Euro) zur Stützung der Staatskasse an, wie die saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA am Montag berichtete.

Das Hilfspaket wurde auf einem Vier-Länder-Gipfel unter Leitung des saudi-arabischen Königs Salman geschnürt. König Abdullah II. von Jordanien sagte bei dem Treffen in Mekka, die Hilfen würden "dazu beitragen, die Krise zu überwinden", wie SPA berichtete. Am Sonntag hatte bereits die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini Hilfen in Höhe von 20 Millionen Euro für Jordanien angekündigt.

Das rohstoffarme Jordanien kämpft gegen eine Schuldenberg. 2016 wurde das Königreich vom Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Darlehen von mehr als 700 Millionen Dollar gestützt. Damit verknüpfte Sparauflagen haben großen Unmut in der Bevölkerung ausgelöst.

Zuletzt führten umstrittene Steuererhöhungen zu Massenprotesten, die Anfang Juni den Rücktritt der Regierung zur Folge hatten. Die Steuererhöhungen wurden wieder zurückgenommen. Geplant war, die Einkommensteuer um fünf Prozent und die Unternehmenssteuern um 20 bis 40 Prozent zu erhöhen.

Bereits im Jänner hatten Demonstranten in Jordanien gegen eine Erhöhung der Preise für Brot und Benzin sowie gegen Steuern auf Zigaretten und Internetanschlüsse protestiert.

Das Königreich, ein enger Verbündeter der USA in Nahost, leidet schwer unter den Konflikten in den Nachbarstaaten Syrien und Irak. Hunderttausende Flüchtlinge suchten in den vergangenen Jahren Zuflucht in Jordanien. Nach Angaben der Regierung in Amman leben mehr als eine Million Syrer in den Flüchtlingslagern des Landes.

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